Aus dem Französischen von Daniel Fastner. Seit Jahrtausenden ist das Denken mit der Frage befasst, was "leben" bedeutet. Doch während die philosophische Tradition das Leben in den Schraubstock abstrakter und normativer Begriffe gezwungen und somit leblos gemacht hat, ist zugleich eine Blüte an Lebensratgebern entstanden, in der die Gravität des Seins zugunsten leichtgewichtiger Statusmeldungen zur Persönlichkeitsentwicklung aus dem Blick gerät. Doch wie soll man das Leben auch einfangen, wo es sich mit seiner Vitalität im naturgemäßen Gegensatz zum Denken zu bewegen scheint? In seiner großen philosophischen Abhandlung über das Leben tastet François Jullien die verschiedenen Aspekte des Begriffs und seiner Erscheinungen im Hier und Jetzt ab und gibt ihm seine existenzielle Dimension zurück. Indem er fernöstliches und abendländisches Denken meisterhaft in Dialog bringt und das chinesische Denken und die chinesische Sprache in ihrem Reichtum begreift, zeichnet sich eine neue Ethik des Lebens ab, die nicht nur scharf gedacht, sondern auch lebensnah ist.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…