Aus dem Inhalt: Geschichte: K. Schüttauf: Würde des Menschen Zur Geschichte und Struktur des Begriffs; K. Seelmann: Menschenwürde und die zweite und dritte Formel des Kategorischen Imperativs Kantischer Befund und aktuelle Funktion. Begründung: M. Herdegen: Der konsequentialistische Grund für den Schutz der Menschenwürde; G. Luf: Der deontologische Grund für den Schutz der Menschenwürde; W. Schild: Zur Kritik der Kontingenz von Würde. Konturen: D. Birnbacher: Annäherungen an das Instrumentalisierungsverbot; W. Marx: Grundrechte keine kollektiven Intuitionen, sondern Grundlegungsbedingungen der Generierung eines Rechtssystems; U. Steinvorth: Menschenwürde, Menschenrechte, Menschenpflicht; P. Becchi: Menschenwürde die italienische verfassungsrechtliche Variante im Unterschied zur deutschen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2009
Rezensent Michael Pawlik schätzt diesen von Gerd Brudermüller und Kurt Seelmann herausgegebenen Sammelband, der einen Überblick über die neuere Diskussion zur Menschenwürde bietet. Neben der seines Erachtens oft wenig "fruchtbaren" Debatte um ein deontologisches und konsequentialistisches Verständnis der Menschenwürde hebt er die Beiträge über den kantisch inspirierten Vorschlag hervor, Menschenwürde in der Fähigkeit zur Eigenverantwortlichkeit und Mündigkeit des Menschen zu begründen. Keine "schlüssigen" Antworten haben die Autoren seines Erachtens allerdings, wenn es um Streitfälle der Diskussion um die Menschenwürde im Bereich der Biomedizin geht.
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