Die Besprechung, die keine ist, wie sich später herausstellen wird, sondern selbst eine kleine Festschrift zum 65. Geburtstag des Berliner Germanisten und Philosophen, beginnt mit einer vergnüglichen Belehrung darüber, wozu Festschriften da sind. Da wird einer, der zu Beehrende, "zur Festsau erklärt" und anschließend geschlachtet. Um nämlich Platz zu machen für seine Schüler. "Akademischen Generationenwechsel" nennt dies Fritz von Klinggräff, der selbst bei Kamper studiert hat. Alsbald folgt eine Beschreibung der lebhaften Streitkultur, die in den Kolloquien Kampers gepflegt wurde, der, wie Klinggräff schreibt, am liebsten seine "loyalen Gegner" um sich scharrte: Hegelianer, Derridaisten, Baudrillardisten. Manch einer dieser Ehemaligen findet sich nun in der Festschrift wieder. Insgesamt habe Kamper die schwergewichtigen 629 Seiten nicht verdient, schreibt Klinggräff. Auch wenn sie zu ihm passten.
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