Nicht ganz zufrieden ist Rezensent Dorion Weickmann mit dieser Ehegeschichte, denn aus seiner Sicht geht die Rechnung der Autorin, das "Drama der begabten Frau" zu schreiben, die an ihrer Ehe zerbricht, nicht ganz auf. Die Quellen aus dem Nachlass der Christine Reimarius seien durch die Autorin etwas überinterpretiert worden, wie der Rezensent uns nahe legt. Zwar findet er das Porträt der Ehe zwischen den schwäbischen Pfarrerssohn und Gesandten der französischen Republik und der hanseatischen Bürgertochter aus aufgeklärtem Haus nicht unspannend. Auch hat die Hamburger Historikerin aus seiner Sicht einiges Interessantes zum geistigen Kolorit jener Zeit zusammen getragen. Das "düstere Fazit", hier sei eine Frau an ihrer Zeit zerbrochen, findet er jedoch etwas "forciert".
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