Im August 1935 kaufte das Land Preußen zugunsten der Berliner Museen mehr als 4.000 Kunstwerke von der Dresdner Bank. Dieser größte Kunstdeal der NS-Zeit wird hier erstmals grundlegend erforscht. Die Publikation schafft ein Fundament für die historische Aufarbeitung der Rolle von Kunstwerken als Kreditsicherheiten. Die Erstveröffentlichung der Herkunft der Kunstwerke bildet zudem die Voraussetzung für die Provenienzforschung heutiger Eigentümer.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2017
Julia Voss hält Lynn Rothers Nachforschungen im Fall des spektakulären Kunstdeals zwischen den Berliner Museen und der Dresdner Bank aus dem Jahr 1935 für einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Restitution. Systematisch, so Voss, erforscht die Autorin das Konvolut der damals verkauften Kunstwerke und geht den Besitzverhältnissen nach. Welche (meist jüdischen) Schicksale sich dahinter verbergen, lässt die Autorin laut Voss zumindest erahnen. Jetzt muss jeder Einzelfall geprüft werden, meint Voss.
Sophie Jung zeigt sich dankbar angesichts der Nachforschungen von Lynn Rother über einen Kunstdeal zwischen der Dresdner Band und den Berliner Museen im Jahr 1935. Was die Autorin ans Licht bringt, legt laut Rezensentin nicht nur nahe, dass die Berliner Museen von der NS-Verfolgungen jüdischer Sammler profitierten, sondern weist für sie auch auf die "feinen" juristischen Linien zwischen Recht und Unrecht in der NS-Zeit hin. Ihre Sichtbarmachung hält Jung für das nicht geringe Verdienst der Autorin.
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