2016 hat die Duisburger Filmwoche ihre 40. Ausgabe gefeiert, 2017 deren Leiter Werner Ružička seinen 70. Geburtstag, 2018 wird er seine Abschiedsvorstellung geben - ein Anlass, um zurückzublicken. Ružička wird das Festival dann 33 Jahre lang geprägt haben und damit das Kulturleben von Deutschlands drittärmster Stadt. Ein Gespräch über neue und alte Linke im Ruhrgebiet der 70er Jahre, Leipzig-Reisen vor der Wende und den regionalen wie filmkulturellen Strukturwandel - eine Oral History der (bundes)deutschen Dokumentarfilmgeschichte aus Duisburger Perspektive.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2019
Andreas Rossmann findet den Gesprächsband von Matthias Dell und Simon Rothöhler unterhaltsam. Wenn der Journalist und der Medienwissenschaftler den langjährigen Leiter der Duisburger Filmwoche befragen, entsteht für Rossmann feine oral history, gespickt mit oral theory. Der Kenntnisreichtum Werner Ruzickas erstaunt Rossmann. Wenn Ruzicka von Milieus und Machtstrukturen und der inhaltlichen Positionierung der Filmwoche zwischen Uni, linken Gruppierungen und Arbeiterkultur berichtet, originell und meinungsstark, spürt Rossmann den kulturellen Aufbruch im Pott. Ein bisschen Insidertum gesteht er Ruzicka gern zu.
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