Ohne Logistik ist unser tägliches Leben unmöglich geworden, ohne Logistik gäbe es keine Globalisierung. Doch wie ist sie zu dieser Materialflussmaschine geworden? In ihrer wegweisenden Studie untersucht Monika Dommann den Warenfluss aus überraschender, aus umgekehrter Perspektive. Von Situationen ausgehend, wo nichts mehr fließt, nimmt sie die Bedingungen des Fließens in den Blick: Vom Anschluss der Getreidesilos an die Eisenbahn im 19. Jahrhundert bis zu den Just-in-Time-Lieferketten der Gegenwart, von Standards wie Frachtbriefen oder Paletten zum Design von Hochregallagern oder Verpackungen, von der Planung mit Flowcharts bis zur EDV schreibt sie die besondere, immer auch politische Geschichte der Logistik - denn deren wahres Gesicht zeigt sich dort, wo der Fluss ins Stocken gerät.Fragen, die beantwortet werden, lauten unter anderem: Was fließt in der Logistik eigentlich und warum?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2023
Die Logistikzentren überall auf der Welt lesen sich im Buch von Monika Dommann als "Fiebertemperatur des Kapitalismus", schreibt Rezensent Jürgen Osterhammel. Die Wirtschaftshistorikerin beschreibe die Geschichte der riesigen Lagerhallen, die nach dem Ersten Weltkrieg als Knotenpunkt der Warenströme ihre erste Blüte erlebten und spätestens seit dem Krieg in der Ukraine Zeichen der "Hypermobilität" seien, so Osterhammel. Lobend hebt er auch hervor, dass Dommann nicht nur die Infrastruktur des globalen Handels aus verschiedenen Perspektiven genau analysiere, sondern mit ihrem genauen Blick auch entlarve, was es mit der Deutschen Meisterschaft im Gabelstaplerfahren auf sich hat.
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