Die Europawahl 2019 stellt Weichen: Es entscheidet sich, wie sich die EU weiterentwickelt und ob den Nationalisten der geplante Sturm auf Brüssel gelingt. Für die Demokratie in Europa stellen sich existenzielle Fragen. Nicht nur die EU und ihre Institutionen leiden unter einem demokratischen Defizit. Vielmehr haben Populismus, Angriffe auf den Rechtsstaat, Politikverdrossenheit, Fake News, Online-Manipulationen und Bürokratisierungstendenzen die europäische Demokratie in eine Multi-Krise schlittern lassen. Können demokratische Innovationen oder neue Beteiligungsformen die Demokratie in Europa retten? Und wie lassen sich anti-demokratische Tendenzen rechtzeitig erkennen und bekämpfen? Das Buch richtet sich an ein politisch interessiertes Publikum ohne besondere EU-Kenntnisse.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2019
Anna-Lena Niemann lässt sich von ihrem Schweizer Journalistenkollegen Niklaus Nuspliger Europa und die EU erklären. Dabei kommen dem Autor und seinem Buch laut Niemann seine Außensicht zugute wie auch seine journalistische Innensicht als politischer Korrespondent in Brüssel. Die Gefahren für die Union, die der Autor benennt (Technokratie, Populismus), seine Vorschläge (Bürgerausschüsse, Schwarmintelligenz) und seine Erläuterungen findet Niemann unaufgeregt, aber lebendig in der Form und kenntnisreich und anregend im Inhalt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.05.2019
"Mehr geht kaum auf so wenig Platz", staunt Thomas Kirchner nach der Lektüre von Niklaus Nuspligers EU-Bestandsaufnahme. Wie luzide der Brüssel-Korrespondent der NZZ darin auf knapp 200 Seiten und aus neutraler Perspektive die Defizite und Stärken der Union herausarbeitet, ringt dem Rezensenten Bewunderung ab. Das Problem des schwachen EU-Parlaments und der starken Mitgliedsstaaten, die Herausforderungen durch Nationalismus und Populismus oder, aus der Feder eines Schweizers besonders aufschlussreich, die Risiken von direkter Demokratie findet Kirchner hier in "klarer, marottenfreier Sprache" dargelegt.
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