Paul Jankowski

Das Wanken der Welt

Wie 1933 der Weltfrieden verspielt wurde
Cover: Das Wanken der Welt
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2021
ISBN 9783103972368
Gebunden, 592 Seiten, 39,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Josef. Mit Abbildungen. Ein Thriller der internationalen Diplomatie, der zwischen Februar 1932 und Oktober 1933 spielt - der Historiker Paul Jankowski erzählt die Geschichte vom Versagen der weltweiten Staatengemeinschaft, die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges.Die Welt lief aus dem Ruder im Winter 1932/33. In Deutschland ergriff Hitler die Macht, Mussolini schielte nach Afrika, Japan griff China an und verließ den Völkerbund. In Frankreich gab es drei Regierungswechsel, die USA unter Roosevelt versuchten, die Weltwirtschaftskrise im Alleingang zu bewältigen.In einer fesselnden Erzählung schildert Paul Jankowski, wie die Welt durch nationalen Egoismus endgültig ins Wanken geriet. Jeder kämpfte gegen jeden, die große Genfer Abrüstungskonferenz scheiterte grandios, weltweit gelangten Autokraten und Diktatoren an die Macht. Ein Porträt der Weltpolitik in den 1930er Jahren - die Geschichte eines zerrissenen Jahrzehnts, das in den Zweiten Weltkrieg mündete. Mag es auch verwegen sein, Parallelen zu ziehen: Die Folgen des damaligen Scheiterns zeigen sich bis heute überall auf der Welt in unversöhnlichem Hass und wiederkehrender Gewalt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.12.2021

Rezensent Ludger Heid lässt sich vom amerikanischen Historiker Paul Jankowski die politische Gemengelage im Jahr 1932/33 vor Augen führen. Für Heid eine spannende, informative und elegant verfasste Geschichte, die jedoch alles auf das Versagen der Staatengemeinschaft zurückführt: Nationalismus, Autoritarismus, Ressentiments reihen sich Heid zufolge zu einer "dämonischen Tirade". Wie ein Thriller mit den Handlungsorten Tokio, Rom, Berlin, Moskau, New York, Paris erscheint ihm das Buch, das die Wendepunkte der Zeit festhält und den Wirkungszuwachs der Massenpolitik. Wenn der Autor Parallelen zur Gegenwart zieht und als entscheidenden Unterschied die Apolarität der Welt von heute konstatiert, lässt das Heid nicht unbedingt entspannt aufatmen.

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