Pierre Rosanvallon

Das Jahrhundert des Populismus

Geschichte - Theorie - Kritik
Cover: Das Jahrhundert des Populismus
Hamburger Edition, Hamburg 2020
ISBN 9783868543476
Gebunden, 266 Seiten, 35,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Michael Halfbrodt. Der bekannte Historiker Pierre Rosanvallon entwirft eine bisher noch fehlende kohärente Theorie des Populismus . Er untersucht seine Attraktivität als Lösung für gegenwärtige Probleme, entfaltet seine Geschichte und unterzieht ihn einer gründlichen Kritik. Daraus resultierend skizziert er einen Alternativvorschlag für eine verallgemeinerte Volkssouveränität, die die Demokratie bereichert, anstatt sie zu vereinfachen und zu polarisieren: eine vitale Demokratie, die sich ständig selbst be- und hinterfragt. Denn nur durch permanente Anstrengung und Transparenz kann das populistische Projekt seine Attraktivität verlieren.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 12.09.2020

Wolf Lepenies lernt das Jahrhundert des Populismus kennen mit dem Buch des Historikers Pierre Rosanvallon. Dass der Autor den Populismus als politisches Angebot Ernst nimmt, erscheint Lepenies sinnvoll. Der Annäherung des Autors an das Phänomen folgend erfährt Lepenies Wissenswertes über Volk, direkte Demokratie (und ihre Grenzen), Repräsentation, Nationalprotektionismus, Leidenschaften, die "Hau-Ab-Mentalität" populistischer Bewegungen und wieso die Gilets Jaunes keine "Klassenbewegung im soziologischen Sinn" waren. Die Reformvorschläge des Autors im Hinblick auf die Herausforderung des Populismus scheinen Lepenies allerdings eher wie schlagwortartige Appelle.