Die Wellen des Hasses brechen. Auch in Deutschland erleben wir im Netz wie im "realen Leben" zunehmend Verleumdungen, Beleidigungen, Einschüchterungen, Hass und sogar körperliche Gewalt gegen Menschen, die sich für unsere Gesellschaft einsetzen. Doch wenn diese Angriffe von Engagement abschrecken, wird das zu einer Gefahr für unsere Demokratie, die auf Teilhabe beruht. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und die Schriftstellerin Gunna Wendt haben mit zehn Engagierten über Ursachen, Umstände und Folgen von Hass und Gewalt gesprochen. Die Porträts lassen die Gefahren sehr konkret werden, zeigen aber auch: Der Verrohung der politischen Auseinandersetzung können und müssen wir mit Haltung, Respekt und Toleranz begegnen - und mit einem wirksamen Schutz der Gefährdeten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2022
Für Kim Maurus ist vor allem der erste Teil des Buches von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Gunna Wendt interessant. Hier lassen die Autorinnen Betroffene von Hass und Hetze selbst zu Wort kommen, Bundestagsabgeordnete, Journalisten oder Stefanie Kirchner, die als Linke-Bezirksrätin Opfer eines Messerangriffs wurde. Diese Eindrücke machen der Rezensentin deutlich, wo das Problem liegt, dass nämlich Menschen in der Öffentlichkeit wegen ihrer Meinung attackiert werden. Wenn die Autorinnen im zweiten Teil Erläuterungen und Appelle zu den Beispielen liefern, kann Maurus den Mehrwert nicht erkennen, zumal der Schritt zu der Frage, warum die Demokratie denn nun gefährdet ist, nicht gelingt, wie sie findet. Dass der Band sich mit Netzhass, Straßengewalt, bedrohter Pressefreiheit und mehr befasst, ist Maurus zudem zu viel des Guten. Stoff für mehrere Bücher, findet sie.
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