Mit Abbildungen. Die Reichsgründung zwischen 1866 und 1871 schuf einen Nationalstaat, begründete aber noch kein nationales Gemeinschaftsbewusstsein und keine Reichsloyalität. Diese Aufgabe löste 1871 die Verfassung des Deutschen Reiches durch die politischen Institutionen des Reichstages und des Bundesrates. In die alltägliche Wahrnehmung seiner Bewohner drang das Reich durch wirtschaftsnahe, rechtliche und kulturelle Integrationsprozesse vor. Anhand zweier Regionen mit besonders ausgeprägtem Eigenbewusstsein - Sachsen und Bayern - stellt die Studie die verschiedenen Wendepunkte von der exklusiven zur inklusiven Logik von Nation und Region dar. Der innere Ausbau des ersten deutschen Nationalstaates bedeutete eine nachhaltige Herausforderung an die Integrationsfähigkeit der deutschen Einzelstaaten. Sowohl das Reich als auch die Region verzeichneten in der Bismarckzeit einen parallelen Bedeutungsgewinn. Vor dem Hintergrund der heutigen europäischen Integration gewinnt die Integrationsforschung im Deutschen Kaiserreich eine neue Bedeutung, zumal der deutsche Föderalismus als ein mögliches Modell für die politische Ordnung der Europäischen Union gilt.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…