Europa scheint bis zum Hals in Problemen zu stecken. Angesichts von Brexit und Finanzkrise hier, Populismus und Europamüdigkeit dort scheint es nur noch die Wahl zwischen Streit und Stillstand zu geben. Doch woher kommen all die Schwierigkeiten? Oder geht es Europa vielleicht doch gar nicht so schlecht?
Mit dem Blick des Historikers und der Haltung eines überzeugten Europäers erkundet Wolfgang Schmale die Wurzeln der genannten Phänomene und macht sich über das Verhältnis von Nation und Europa Gedanken. Vor allem aber zeigt er auf, wie die Europäische Union doch noch den Weg in die Zukunft finden kann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.05.2018
Werner Weidenfeld erkennt: Die Frage nach der Identität Europas zu stellen, ist eine Herausforderung. Der Neuzeithistoriker Wolfgang Schmale geht dabei laut Rezensent einen eher ungewöhnlichen Weg, indem er nicht chronologisch die Geschichte Europas vorausschickt und dann Zukunftsperspektiven eröffnet, sondern munter von den Römischen Verträgen zur Idee des Glücks springt. Für Weidenfeld bietet das die Chance auf interessante Hinweise, die beim Nachdenken über Europas Zukunft helfen. Ein allemal anregendes Buch, meint er.
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