Links: Sottsass' Reiseschreibmaschine Valentine für Olivetti, 1969. Rechts: Zeichnungen für die Lampen Tahiti und Cavalieri, 1981Unbedingt sehenswert!
ruft Laura Weißmüller in der SZ nach dem Besuch einer Ausstellung des österreichisch-italienischen Designers
Ettore Sottsass im
Vitra-Design-Museum. Sottsass, der in diesem Jahr 100 geworden wäre, hatte einen
Freiheitsdrang und
Widerspruchsgeist, den sie heute noch vorbildlich findet: "1965 erklärte er in der Zeitschrift
Domus: 'Meine Möbel sind unwichtig und unbedeutend, die Idee wäre, neue Möglichkeiten, neue Formen, neue Symbole zu erfinden: Auf
Dinge zu klettern, die kurz vorm Sterben sind, um zu sehen, ob es möglich wäre, eine andere Energie, ein anderes Leben, eine andere Dynamik ins Leben der Menschen zu bringen.' Genau das macht Sottsass heute so aktuell: sein Wunsch, Produkten mehr abzuverlangen als eine vernünftige Funktion oder ein ansprechendes Äußeres. Ihm ging es um die Aussage, seine Entwürfe sah er als kritischen Kommentar zur Gegenwart." (Auch das
Met Breuer in New York eröffnet am 21. Juli eine Sottsass-Ausstellung,
mehr dazu bei
Dezeen)
Besprochen wird Fabian Hegholz' Band über die von
Schinkel gestaltete Inneneinrichtung der Wohnung
Friedrich Wilhelm IV. im Berliner Schloss (
Tagesspiegel).