Der Designer Ettore Sottsass (Bild: Bruno Gecchelin/Vitra Design Museum)Zum 100. Geburtstag von
Ettore Sottsass würdigt das
Vitra-Museum in Weil den Designer mit einer Ausstellung.
Welt-Kritiker Hans-Joachim Müller
kam sich dabei vor, als sei er ein einem "
bunten Beet" gelandet, "das beim Urban-Gardening gewachsen ist. Die grellen Farbsignale, die demonstrative Übertreibung der unfunktionellen Details, die gespielte Plumpheit der Entwürfe, als sei alles Hohn auf die "gute Form",
die ganze Ob-
La-
Di-
Ob-
La-
Da-
Unbekümmertheit, die eine Poltronova-Kommode aussehen lässt wie einen kandierten Beatles-Song - das alles hat das Sottsass-Design in den Rang eines ikonischen Hauptbeitrags der Pop-Epoche gehoben."
Für die
NZZ hat sich Oliver Herwig unterdessen
umgeschaut, wie die
Tankstelle der Zukunft aussehen wird. Wenn wir alle erstmal mit Elektroautos fahren, deren Aufladen zwanzig bis dreißig Minuten dauert, wandelt sich schließlich auch die Funktion von Tankstellen: Aus dem schnellen Zapfen könnte dann womöglich ein kleines Get-Together als Freizeitangebot werden. In
Fürholzen West gibt es bereits
einen Multifunktions-Prototyp, der sich mit gewundenen Dächern schon architektonisch als Alternative anbietet. Ein "
Flaggschiff, das beweisen soll, wie gut alles zusammenpasst." Für die Elektroautos ist "ein separater Pavillon" vorgesehen, "auf dessen Dach Solarzellen aufblitzen. Die Symbolik ist mit Händen zu greifen: Energie vom Himmel hoch direkt in den Tank." Dennoch: Das sei alles etwas "
banal. ... Wer Elektromobilität wirklich fördern will, muss in
attraktive Tankstellen investieren. Und da ist noch Luft nach oben."