Das Altpapier(
ev) - am heutigen Mittwoch
MedienausleseAntisemitismus-Doku, Klickfarm, Terrorberichterstattung(
6vor9) - von Lorenz Meyer
1. Die BILD will einordnen (djv)
2. Terrorberichterstattung muss sich ändern (ejo)
3. Digitalisierung (blog-cj)
4. Klickfarm (spiegel)
5. "Wir glauben erstmal gar nichts" (message-online)
6. Lesedauer (taz)
EFU-Kulturrundschau
+ Ganz schön viel Staatsgottesdienst15.06.2017. Die
taz kommt erfrischt von der
Skulptur Projekte in Münster zurück. Hat
Bob Dylan für seine Literaturnobelpreisrede eine Webseite mit
Interpretationshilfen für Schüler geplündert?
Slate findet erstaunliche Ähnlichkeiten. Die
FR feiert
Jeff Nichols' Rassismusdrama "Loving".
Stefan Heuckes "Deutsche Messe", in Berlin uraufgeführt, lässt
Tagesspiegel und
Berliner Zeitung kalt.
Wie eine alte Standuhr in einem schiefen Flur
14.06.2017. Welt und
FR freuen sich sehr über den Friedenspreis für
Margaret Atwood, die als
gute Dystopikerin auch eine
klarsichtige Spötterin sei. Wenn nicht nach Kassel, dann aber unbedingt nach Münster, ruft die
Zeit und erkundet bei den Skulptur Projekten
Mondlandschaften und
Asia-Läden. Im
Standard will die Tänzerin
Louise Lecavalier den Körper aus dem Bild befreien. Die
taz stellt die Jazzcellistin
Helen Gillet aus New Orleans vor. Die
NZZ erkundet den neuen Together-Spirit in der Architektur.
9Punkt - Debattenrundschau
+ Belastende Aussagen15.06.2017. Im Gespräch mit der
Jüdischen Allgemeinen vermutet
Ahmad Mansour Gründe der politischen Korrektheit hinter der Weigerung von
Arte und WDR, die Antisemitismus-Doku "Auserwählt und ausgegrenzt" zu senden. In
Frankreich hat die Debatte um den Film bisher überhaupt kein Echo - trotz des Mords an einer jüdischen Ärztin, der die Frage aufwirft, ob Antisemitismus in dem Land
massiv verdrängt wird. In der
New York Times hält
Kenan Malik ein deutliches Plädyoer für "Kulturelle Aneignung".
Kleine Gegenwelten14.06.2017. Das Interesse an der Antisemitismusdoku "
Auserwählt und ausgegrenzt" war groß - aber die Meinungen über den Film sind geteilt.
Arte will aber nicht gegen die Veröffentlichung durch
bild.de klagen und begrüßt, dass die Zuschauer, denen der Sender den Film verweigerte, sich nun
ein Bild machen konnten. In der
Zeit kritisiert
Seyran Ates die
Islamkonferenz. "Der Kommunismus ist machbar", verkündet der amerikanische Soziologe
Erik Olin Wright in der
Berliner Zeitung. Allerdings nur im Kapitalismus.
+ Presseschau, 15. Juni 2017 07:05 Uhr(
dlf) Kommentiert werden die Vorschläge der Innenministerkonferenz zur Sicherheitspolitik und die Überlegungen, Fahrverbote für Diesel-PKW in Großstädten zu verhängen. Doch zunächst nach Schleswig-Holstein. Dort haben sich CDU, FDP und Grüne auf eine Koalition verständigt.
... und die Feuilletons(
dlfk-audio) - durchgeblättert
+ Titelblätter des Tages - u. a.

"Manchmal gibt es Wichtigeres als Nachrichten"Warum die Titelseite des Hamburger Abendblatts getern ohne Bilder und Artikel daherkam(
mee) - Kein Aufmacherbild, keine Kolumne oder überhaupt Meldungen - das Hamburger Abendblatt erschien gestern mit einer minimalistischen Titelseite. Die Schlagzeile: "Manchmal gibt es Wichtigeres als Nachrichten". Das Thema: die vielleicht "schlimmste humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg." Die Botschaft: "Hamburg, hilf!", so Chefredakteur Lars Haider in seinem Leitartikel.
Weitere Kulturnachrichten
(
wdr) + (
dra) für den 14. Juni 2017
+ Buchtage BerlinNachwuchsparlament des Börsenvereins(
bb) - Ein Gespräch in Berlin über Demokratie und Engagement, Meinungsfreiheit und Streitkultur. Bis hin zu der Frage, wie hierarchisch Unternehmen in einer liberalen Gesellschaft organisiert sein sollten.
Die Remissionsquote bleibt hoch(
bb) - Premiere bei der Logistikumfrage des Börsenvereins: Ein Fünfjahresvergleich zeigt zum ersten Mal, wie sich die Strukturen der Branche verändern - und die Dynamik im Digitalgeschäft langsam abflaut. Die Ergebnisse sind heute bei den Buchtagen Berlin vorgestellt worden, in der Sitzung der Zwischenbuchhändler.
Intensiver Austausch mit den Kollegen(
bb) - Rückblick auf die Arbeit des vergangenen Jahres, Berichte aus Interessengruppen sowie eine Nachwahl - unter anderem damit befasste sich die Fachgruppenversammlung Sortiment.
"Verlage und Buchhandlungen gestalten Demokratie"(
bb) - Europa zeige gerade, dass es stärker sein könne als der Populismus - und Frankreich und Deutschland brauchen einander, auch in Sachen Buchpolitik: Das betonte Börsenvereinsvorsteher Heinrich Riethmüller heute bei der Eröffnung der Buchtage Berlin im Congress Center am Alexanderplatz. Die Rede im Wortlaut.
"Plattform der Ideen und Meinungen"(
bb) - Mit einem starken Bekenntnis zu europäischen Werten von Freiheit und Demokratie hat Heinrich Riethmüller, der Vorsteher des Börsenvereins, die Buchtage 2017 in Berlin eröffnet. Vor zahlreichen Vertretern französischer Branchenverbände betonte Riethmüller auch die wachsende Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit im kulturellen Bereich. Und die Franzosen sprachen eine Einladung nach Paris aus - für einen Ehrengastauftritt 2019.
"Leistung von Autoren, Verlagen und Buchhandel verdient Respekt"(
bb) - Gemeinsam für eine zukunftsweisende europäische Buchpolitik: Zum Auftakt der Buchtage Berlin 2017 haben Vertreter der französischen und deutschen Buchhandelsverbände einen Appell an die politischen Entscheidungsträger in Berlin, Paris und Brüssel gerichtet.
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Margaret Atwood
(
Buchhandel) - Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die kanadische Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin Margaret Atwood zur diesjährigen Trägerin des Friedenspreises gewählt.
Schlöndorff gratuliert Atwood"Eine Stimme für ein anderes Amerika"(
dlfk) - Regisseur Volker Schlöndorff freut sich über den Friedenspreis für die Schriftstellerin Margaret Atwood: Die kanadische Autorin habe schon immer ein untrügliches Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen bewiesen.
Mit heiter-sarkastischem Blick durch finsterste Szenarien
(
bb) - Twittern für die Bienen, schreiben gegen den Weltuntergang: Die Kanadierin Margaret Atwood ist eine nimmermüde Wortführerin gegen die Übel dieser Welt. Am 15. Oktober wird sie mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Ein Porträt. Von Katharina Granzin
Gegen Unterdrückung jeder Art(
sp) - Nobelpreis, pah! Mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet zu werden, ist das Beste, was Margaret Atwood passieren konnte. Keine ist so politisch wie sie. Von Anne Haeming
- mehr über Titel in der Bücherschau
+ Bücherschau
Auf dem Orkan reiten
13.06.2017. Als
finsteres Märchen aus der Pfalz liest die
Welt Monika Geiers hervorragenden Kriminalroman "Alles so hell da vorn". Die
SZ ist auch beeindruckt von der
kargen Humanität in
Cynan Jones' Roman "Alles, was ich am Strand gefunden habe". Die
FAZ wünschte sich,
Bernie Sanders würde die Bewegungslinke
aus der Defensive herausführen. Bei
J.M.G. Le Clézio schätzt sie allerdings auch "gefälliges Gefühl".
Der erste Satz
Umfrage unter Lektoren (4)(
bb) - Ein Versprechen, verführerisch, wie ein Enterhaken: Wie muss der erste Satz eines Romans sein? Wir haben bei Lektoren nachgefragt - und präsentieren Ihnen bis zum Erscheinen des Börsenblatt Spezials Belletristik am 14. Juni jeden Tag drei Antworten. Heute: Margaux de Weck, Carolin Graehl und Thomas Tebbe.
JugendbuchverlageSignale an die Käufer(
bb) - Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen avj hat in Berlin getagt: Mehrsprachige Kinderbücher und Preisstagnation waren die beherrschenden Themen der Jahreshauptversammlung im Berliner Ullstein-Haus.
Shortlist9. Internationaler Literaturpreis
Preis für übersetzte Gegenwartsliteraturen
(
Gdlfk) - Gespräch mit dem Jury-Mitglied Frank Heibart - ebenso zur Jury gehören Verena Auffermann, Jens Bisky, Jens Hillje, Michael Krüger, Marko Martin und Sabine Scholl
- die Preisverleihung ist am 20. Juni
Hier die
Shortlist
+ Hamed Abboud | Larissa Bender"Der Tod backt einen Geburtstagskuchen"
edition pudelundpinscher, 2017 (zweisprachiges Original)
mehr in der
Bücherschau
+ Alberto Barrera Tyszka | Matthias Strobel "Die letzten Tage des Comandante"
Nagel & Kimche, August 2016
mehr in der
Bücherschau
+ Han Kang | Ki-Hyang Lee"Die Vegetarierin"
mehr in der BücherschauAufbau Verlag, August 2016
+ Amanda Lee Koe | Zoë Beck"Ministerium für öffentliche Erregung"
CulturBooks Verlag, Oktober 2016
mehr in der
Bücherschau
+ Fiston Mwanza Mujila Lena Müller| Katherina Meyer"Tram 83"
Paul Zsolnay Verlag, Juli 2016mehr in der
Bücherschau
+ Ziemowit Szczerek | Thomas Weiler "Mordor kommt und frisst uns auf"
Voland & Quist, März 2017
mehr
hier
+ Neues vom Hotlistblog(
hot) - Verlagsporträt des Verlags Ink Press aus Zürich und Hana von Elvira Dones.
(
hot) - Fortsetzungsgespräch mit der Schriftstellerin Teresa Präauer (Teil 1)
+ Magazinrundschau
Bevorzugung des Fragments13.06.2017. Islam und Vernunft fanden schon mal im 19. Jahrhundert zusammen, dank
Napoleon, erklärt Kenan Malik im
New Statesman.
Novinky unterscheidet zwischen
post-truth,
postfaktisch und
bullshit. Die
New York Review of Books lässt sich von Marjorie Perloff die
posthabsburgische Moderne erklären. Der
New Yorker erzählt, wie
Augustinus den Sex erfand. Die
New York Times unterhält sich mit muslimischen Le-Pen- und Sarkozy-Wählern in der
Pariser Banlieue.
Der
Balkan ist wieder bereit zum
Krieg, warnt Miljenko Jergovic in
New Eastern Europe.

Hörbuch
Ilja Trojanow: "Nach der Flucht" Wie tief prägt eine Fluchterfahrung?(
dlfk) - Ilija Trojanow ist als Kind zusammen mit seiner Familie aus Bulgarien geflohen. In seinem neuen Buch erzählt der Autor zwar von sich selbst, behandelt sich aber zugleich als exemplarische Figur. So gelingt ihm eine behutsame und
genaue Topografie des Lebens "Nach der Flucht".
Neues auf

--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.
+ Litratur online
Comic "Glückskind" von Flix
Schieß aus deinen Ohren Quantenbomben(
faz) - Ein Vater, ein Kind, ein Waschbär: Jede Woche zeichnet Flix eine neue "Glückskind"-Folge. Diesmal will Quentin mit Milous Hilfe die Weltherrschaft an sich reißen. Ein mühsames Geschäft.
Dublin der fünfziger JahreSchöner sterben für Nostalgiker(
ci) - Benjamin Blacks Dublin-Krimis: Nebel, Whisky, Mord
+ Literatur im Hörfunk
J.R.R. Tolkien: "Beren und Lúthien"Tolkiens persönlich gefärbtes Liebesmärchen(
dlfk) - Tolkiens Sohn und literarischer Nachlassverwalter Christopher Tolkien hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die losen Zettelberge seines Vaters zu veröffentlichen. Die Liebesgeschichte "Beren und Lúthien" ist ein Muss für alle Tolkien-Fans.
Charlotte Klonk: "Terror"Die Gewaltspirale dreht sich weiter(
dlfk) - Vom Attentat auf Zar Alexander II. 1881 bis zu den Terroranschlägen in New York - Bilder bilden nie einfach "dokumentarisch" ab, was passiert, analysiert Charlotte Klonk in "Terror. Wenn Bilder zu Waffen werden". Allzu oft werde damit die fatale Ökonomie der Angst verlängert.
Liebe Leserin, lieber Leser,
vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, wie es der Perlentaucher schafft, allein von Werbung zu leben? Eben weil es auch Sie gibt. Wir wollen uns nicht hinter Bezahlmauern verschanzen. Aber wir freuen uns, wenn Sie unsere
Leistung freiwillig honorieren möchten. + Sie helfen uns auch, wenn Sie Ihre Bücher mit buecher.de in unserem
Shop bestellen. Ideen für Buchgeschenke finden Sie
hier. - Herzlich, Ihre Perlentaucher
Kulturnews
(
dra-audio) - 14. Juni 2017