Moin-Moin!
Mittwoch, 6. Januar 2021
6. Tag des Jahres, 737.798 der Zeitrechnung
Zitat des Tages
"Literatur kann in jeder Hinsicht großartig sein, aber sie ist und bleibt nur Unterhaltung." (T. C. Boyle)
Länger, härter, weiter
Bund und Länder verlängern und verschärfen Lockdown.
Die weiteren Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie fallen noch härter aus. Zusammenkünfte sind nur noch mit dem eigenen Haushalt und einer weiteren Person gestattet. Zudem gilt der Lockdown nun bis vorerst 31. Januar. Menschen aus Hotspots mit einem Inzidenzwert über 200 dürfen sich nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Heimatort entfernen. Lenz Jacobsen von der "Zeit" sieht in den neuen Regeln "das letzte Mittel einer Politik, die sich nicht mehr anders zu helfen weiß". Die aktuelle Notsituation habe sie selbst zu verantworten. Dass Werkshallen und Großraumbüros geöffnet sind, während Schulen und Kitas geschlossen bleiben, ist für Jacobsen skandalös. Stefan Braun wünscht sich in der "Süddeutschen Zeitung" wieder mehr Empathie in der Kommunikation der Kanzlerin und ihrer Kolleg*innen. Die Anstrengungen und existenziellen Sorgen der Menschen in dieser Zeit müssten "jeden Tag neu ausgesprochen und gewürdigt werden".
Warum der Auftrag von
ARD und ZDF modernisiert werden muss
(faz) - In meinem Journalismus&Netz-Rückblick drüben auf Torial geht es viel um die (vorerst) geplatzte Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Die Diskussion, wie sich der Auftrag und daraus folgend die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ändern sollen, wird nun wieder Fahrt aufnehmen.
(faz) - Real steigt der Rundfunkbeitrag um einen Cent
Wieso unterstützen fast alle Länder die Verfassungsklage von ARD, ZDF und Deutschlandradio auf einen höheren Beitrag? Der Chef der sächsischen Staatskanzlei, Oliver Schenk (CDU), erklärt es.
Sinn und Unsinn von Reisen
"Die Vorstellung, man hätte sich Urlaub persönlich verdient, ist absurd"
(faz) - Was, wenn der Jahresurlaub bloß soziale Pflicht statt verdiente Wohltat ist? Der Historiker Valentin Groebner spricht im Interview über Privilegien von Reisenden - und den Irrglauben, Urlaube würden unser Leben verändern. Von Florian Siebeck
Warum bietet Mexikos Präsident
Assange Asyl an?
(faz) - Mexikos Präsident López Obrador will den Wikileaks-Gründer Julian Assange nach Mexiko holen. Damit stößt er auch Joe Biden vor den Kopf - noch bevor der in sein Amt eingeführt wird. Was steckt dahinter?
Diskussionswürdig
50 Jahre weiße Rock- und Pop-Geschichte
(piqd) - 50 Jahre Pop in drei Stunden - das geht nicht ohne Vorspulen. Bei mir persönlich hat sich längst ein Neunziger-Overkill eingestellt: "Losing my religion", "Friday I'm in love", "Zombie" - danke, aber nein danke. Davon hatte ich genug für drei Leben (auch wenn die REM-Folge bei Netflix' "Song Exploder" wirklich gut ist).
Fluchen tut der Seele gut
Netflix-Serie "The History of Swear Words"
(dlfk) - Eine Kulturgeschichte der Schimpfwörter präsentiert Netflix in einer Dokureihe. Sehr flott und schrill, urteilt die Künstlerin Ingke Günther. Sie selbst sammelt seit 17 Jahren Schimpfwörter und stickt sie in Rot auf Büttenpapier.
Frauen in der Kunstgeschichte
"Seitdem Kunst entsteht, gibt es auch Künstlerinnen"
(dlfk) - Was würden Kuratorinnen und Kuratoren zeigen, wenn sie frei von Zwängen wären? Eine häuserübergreifende Ausstellung zur Rolle der Frauen in der Kunst, antwortet Ingrid Pfeiffer, Kuratorin an der Frankfurter Schirn. Denn die sei vielen nicht präsent.
US-Künstler Duane Hanson
Die conditio humana in Kunstharz
(dlfk) - Putzfrau , Hausmeister, Polizist, so täuschend echt aus Kunstharz nachgebildet, dass es Betrachter oft verstörte. Im Zuge der Pop-Art entwickelte US-Künstler Duane Hanson seine hyperrealistischen Skulpturen, um elitäres Kunstpublikum mit der Wirklichkeit zu konfrontieren.
Aus den Feuilletons
Versteckte Selfies in Heiligenbildern
(dlfk) - Schon immer haben sich Künstler selbst in christliche Szenerien hineingemalt. Ganz besonders häufig taten sie das aber bei Darstellungen der Heiligen Drei Könige, stellt die FAZ fest. Prominente Beispiele seien Botticelli und Dürer.
Whistleblowing-Plattformen
Die korrigierende Macht
(dlfk) - Wie sieht die Zukunft des Whistleblowing aus? Der Informatiker Daniel Domscheit-Berg über das Schicksal von Julian Assange, die Fehler von WikiLeaks und den kulturellen Wandel, den die Plattform ausgelöst hat.
Neue Namen für Wetterphänomene
Tiefdruckgebiet Ahmet, Hoch Chana
(dlfk) - Tief Torsten, Hoch Hermine: Das war einmal. Jetzt heißt es "Tief Ahmet" oder "Hochdruckgebiet Chana". Das liegt am Verein "Neue deutsche Medienmacher*innen", der mit der Wetterbenennung Menschen mit Migrationshintergrund sichtbarer machen will.
Digitalunterricht an Schulen
Schnelles Internet allein reicht nicht
(dlfk) - Wie es mit den Schulen im Lockdown weitergehen soll, ist noch unklar. Der Digitalunterricht in Deutschland funktioniert nicht gut. Es hilft auch nicht, nur bei den Geräten aufzurüsten, sagt Marina Weisband vom Verein Politik Digital.
Den Umständen zum Trotz unentwegt feiern
Olivia Manning: "Der größte Reichtum"
(dlfk) - Bukarest 1939. Ein junges Ehepaar harrt im Auge des Taifuns der Dinge, die da kommen, inszeniert Shakespeare und stellt fest, dass es keinen größeren Reichtum gibt als das Leben selbst. Ein großer Roman ist jetzt, neu übersetzt, wiederzuentdecken.
Formvollendet und funktional
Naomi Pollock: "Japanisches Design seit 1945"
(dlfk) - Die Kikkoman-Flasche, der Sony-Walkman, die Akari-Leuchte - viele internationale Designikonen stammen aus Japan. Ein opulenter Bildband erzählt die Geschichte des japanischen Designs seit 1945 und stellt die wichtigsten Entwerfer vor.
Britische Musikszene am Abgrund
Nach der Coronakrise kommt die Brexitkrise
(dlfk) - In Großbritannien grassiert eine Corona-Mutation, der Brexit sorgt für Unsicherheit. Die britische Musikszene wird beidseitig schwer getroffen. Auf Bands, die künftig auf dem europäischen Festland spielen wollen, wartet ein bürokratischer Albtraum.
20 Jahre Wikipedia
Wissen für alle - aus westlicher Perspektive
(dlfk) - Am 15. Januar feiert die Online-Enzyklopädie Wikipedia ihren 20. Geburtstag. Hat sie ihr Versprechen einer uneingeschränkten Wissensvermittlung eingelöst? Nur zum Teil, erklärt Jascha Hannover, Co-Autor eines Dokumentarfilms über Wikipedia.
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IN EIGENER SACHE
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass der Perlentaucher am Ende dieses Jahres noch existiert.
Wir verdanken es Ihnen! Und wir sagen Ihnen danke dafür.
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