Auf den
taz-Nord-Seiten
berichtet Harff-Peter Schönherr, dass das Jüdische Kulturfestival Osnabrück den zu einer Lesung geladenen niederländisch-jüdischen Schriftsteller
Leon de Winter wieder auslud, weil er ebendort Anfang Mai einen AfD-Tweet zur Migrationspolitik unterstützte und schrieb: "'Auch ich bin überzeugt, dass die Migrationspolitik gescheitert ist, auch ich sehe, dass zu viele Migranten in Europa aus rückständigen Kulturen kommen, in denen Frauen Männern untergeordnet sind und Juden gehasst werden.' (...) De Winters Positionen stünden 'in deutlichem Gegensatz zu den Grundwerten der Jüdischen Gemeinde und dem, was wir mit unserem Festival erreichen wollen', sagt
Michael Grünberg, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Osnabrück und Mitinitiator des Festivals." Winter schrieb daraufhin in seiner Kolumne: "Nun sei er 'in Osnabrück tabu' … Dann gießt er weiteres Öl ins Feuer: 'Ich meine, dass Europa Männern bis 55 Jahren kein Asyl gewähren sollte." Die Jüdische Gemeinde Osnabrück will sich indes gegenüber der
taz nicht äußern.
Der
Kulturpass für Jugendliche wird abgeschafft, berichten Harald Hordych und Vivien Timmler in der
SZ. Nach einer Einschätzung des Bundesrechnungshof sieht Kulturminister
Wolfram Weimer keine "verfassungsrechtliche Finanzierungskompetenz" für den Pass. Genutzt wurde das Angebot allerdings durchaus: "Laut Bundesrechnungshof haben zum Stichtag am 31. Dezember 2024 rund 496 000 Personen der Jahrgänge 2005 und 2006 ihr 'Kulturpass-Budget' freigeschaltet. 'Die Heranwachsenden reservierten bis Ende Juni 2025 mehr als
2,9 Millionen kulturelle Angebote in einem Gesamtwert von 56 Millionen Euro." Bei 1,5 Millionen Nutzungsberechtigten beider Jahrgänge hat immerhin jeder Dritte die Gabe dankend angenommen.'"