Die
Zeit veröffentlicht Passagen aus dem Briefwechsel zwischen
Martin Heidegger und seinem Bruder
Fritz 1930 und 1946, die in gekürzter Form demnächst in dem Band "Heidegger und der Antisemitismus" erscheinen. Heidegger zeigt sich hier "ganz direkt und unverhohlen
antisemitisch",
schreiben Alexander Cammann und Adam Soboczynski. Tatsächlich zeigt er sich in den ausgewählten Passagen vor allem unverhohlen
antiamerikanisch und
antisowjetisch: "Entscheidender ist jetzt, die große Bedrohung zu sehen, daß sich der Bolschewismus und der Amerikanismus zu einer
einzigen Wesensgestalt vereinigen und das Deutschtum aus dieser Einheit heraus als Mitte des Abendlandes selbst zerstören", schreibt er im Januar 1943.
In der
NZZ ist der Literaturwissenschaftler
Adrian Daub wirklich beeindruckt von
Elon Musk, der ihn an den Futuristen
Buckminster Fuller erinnert, dessen Archiv gerade in Stanford, wo Daub lehrt, ausgepackt wird. Heute ist Musk für Daub der vielleicht einzige wirkliche Visionär im Silicon Valley: "Musk, dessen
Raketen explodieren, dessen Autos zunächst nicht immer einwandfrei funktionieren, hat die Legende des Silicon Valley stärker internalisiert als jeder andere. So gründlich sogar, dass er sie möglicherweise wahr macht. Wer Ashlee Vances Biografie des Milliardärs liest, der erhält den Eindruck, Musk liege Zynismus generell fern. Wenn Peter Thiel zu träumen anfängt, dann will einem gruseln, bei Musk kann man nicht anders, man
möchte mitträumen."