Im Mittelpunkt dieser Untersuchung über die Geschichte des Jüdischen Verlages von seiner Gründung in Berlin 1902 bis zur Vernichtung Ende 1938 stehen zunächst die Firma, ihre Gründer, Geschäftsführer und Besitzer sowie die reichhaltige Buchproduktion. Über die Kontakte mit Institutionen, Autoren und anderen Verlegern ergeben sich darüber hinaus neue Erkenntnisse über den Zionismus und seine Repräsentanten in Deutschland, darunter Martin Buber, David Wolffsohn und Salman Schocken.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.12.2003
Wie wenig man über die Geschichte des Jüdischen Verlags bisher wusste, obgleich seine Gründer Martin Buber und Chaim Weizenbaum nicht vergessen sind, macht einem, stellt der Rezensent (Kürzel aki.) fest, diese Dissertation klar. Der Autor hat in den Archiven geforscht und breitet nun die Geschichte des 1902 gegründeten, 1938 aufgrund des "Verbots jüdischer Buchproduktion" geschlossenen (und 1992 unter den Fittichen des Suhrkamp-Verlags neu gegründeten) Verlags aus, minuziös und im bibliografischen Anhang auch Buch für Buch. Dies ist nicht nur verlagshistorisch von Interesse, meint der Rezensent, sondern auch für die "Geschichte des Zionismus in Deutschland" von herausragender Bedeutung.
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