Im Juli 1973 verstarb Max Horkheimer, der Begründer der Kritischen Theorie der "Frankfurter Schule". In seinem diesem großen Denker, Soziologen und Philosophen gewidmeten Essay unternimmt der Autor den Versuch, die theoretischen Wurzeln dieses kritischen Denkens bereits im Frühwerk des Philosophen freizulegen. Er analysiert Horkheimers frühes Engagement für die Sache der Opfer sozialer, ökonomischer und politischer Unterdrückung sowie aller Systeme, die die Freiheit und Würde des Individuums mit Füßen treten, die Minderheiten diskriminieren und verfolgen. Ein besonderes Augenmerk gilt auch Horkheimers Kampf gegen den autoritären Staat, gegen den Totalitarismus sowie den Antisemitismus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2023
Rezensent Tobias Schweitzer wird nicht warm mit Arno Münsters Essaysammlung, die auf nacherzählende Weise Horkheimers Anteil an der "Kritischen Theorie" festzustellen sucht, indem sie Dokumente aus Horkheimers Frühwerk sichtet. Den Texten mangelt es laut Schweitzer an Differenzierung und einer genauen Beschäftigung mit der Forschung, kritisiert er. Die Determinanten von Horkheimers Entwicklung und das Spezifische von dessen Beitrag zur Kritischen Theorie bekommt der Autor laut Rezensent so jedenfalls nicht in den Griff.
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