Mit Fotografien und einem Postscriptum von Gesche Tietjens. Dieser bibliophile Band versammelt bislang unveröffentlichte Briefe von Horst Janssen, die er 1971 aus Norwegen an Joachim Fest geschrieben hat. Gemeinsam mit Tagebuchaufzeichnungen und sechzehn Farbabbildungen der auf der Reise von Svanshall über Oslo, Trondheim, Narvik, Hammerfest bis zurück nach Svanshall entstandenen Landschaftsskizzen zeigen sie ihn als ebenso scharfsinnigen wie empfindsamen Künstler, Literaten und Freund.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.04.2001
Die Reise nach Skandinavien, die der 1995 verstorbene Maler Horst Janssen 1971 unternahm, war für den Künstler ein wichtiger Schritt aus einer tiefen Lebens- und Schaffenskrise, die ihn seit Ende der 60er Jahre quälte, informiert Rolf-Bernhard Essig. Von Bedeutung für das Werk Janssens ist daher für den Rezensenten auch die vorliegende erweiterte Neuausgabe über diese Reise. Fotos, Tagebuch-Text, Briefe, Skizzen und ein Nachwort ergänzten einander so gut, dass sich Essig eigentlich einen großformatigen Band wünscht, in dem die einzelnen Teile neben- und untereinander angeordnet werden könnten. Ausgefeilt und genialisch findet er Janssens einleitenden Skizzenbuchtext, herzensklug Gesche Tietjens Nachwort und Janssens Briefe an Joachim Fest seien nicht nur kunstvoll, sondern gäben auch einen tiefen Einblick in das komplizierte Innenleben eines Künstlers.
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