Dieses Buch ist ein philosophisches Handbuch, das einen Entwurf der Aufklärung gegen den Wertenihilismus unserer Zeit bietet. Es gibt uns eine neue Antwort auf die Hauptfrage der Philosophie: "Was ist der Mensch?" Die Krise der liberalen Demokratie und die Ausbreitung des Populismus folgen dem Muster einer Selbstabschaffung des Menschen. Der Diskurs über Künstliche Intelligenz und die hemmungslose Digitalisierung verstärken diese fatale Entwicklung noch. Doch trotz aller gegenwärtigen Rückschläge: Die Menschheit ist zu moralischem Fortschritt fähig. In seinem engagierten Buch zeigt der Philosoph Markus Gabriel, warum es nicht verhandelbare, universale Grundwerte gibt, die für alle Menschen gelten. Er zeigt: Wir bedürfen dringend eines innovativen Konzepts der Kooperation von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, um ein Gesellschaftssystem zu entwerfen, das auf moralischen Fortschritt zielt.
Es hat den Rezensenten Peter Neumann sehr gefreut, dass mit Markus Gabriel trotz aller Krisen ja vielleicht doch von helleren Zeiten gesprochen werden kann - solange und wenn Menschen miteinander kooperieren. Mit kräftigen Worten unterstützt er die Auffassung des Philosophen vom "postmodernen Unsinn", dass es keine Wahrheit und keine Moral mehr geben könne. Diese "Tatsachenflucht" stammt aus schludrigem Denken und führe zur Legitimierung einer Haltung der Verantwortungsverweigerung, referiert Neumann den Autor ohne das zu bewerten. Immerhin entlässt uns der Kritiker mit dem Bedenken, ob die Idee eines moralischen Fortschritts - der er gerne anhängen möchte - sich doch womöglich immer schon zu leichtfüßig über das Tragische des Menschenlebens hinweggesetzt habe.
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