Der Westen unter Druck. Den brutalen Überfall Russlands auf die Ukraine konnte die NATO trotz ihrer Bemühungen nicht verhindern: Die Folgen des Krieges werden Europa und die Welt noch jahrelang erschüttern. Nicht nur Russland, sondern auch sein enger Partner China stellt den Westen in Zukunft vor enorme strategische Herausforderungen - und die NATO darf ihre Fehler nicht wiederholen. Die Strategieexpertin Dr. Stefanie Babst gewährt Einblicke in das Innere des Bündnisses. Ihre Analyse zeigt nicht nur, wie wir sehenden Auges in die Katastrophe gesteuert sind, sondern öffnet auch den Blick für einen notwendigen Kurswechsel: Der Westen muss endlich den Mut aufbringen, Russland und China mit Geschlossenheit und Stärke zu begegnen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.09.2023
Rezensent Thomas Speckmann liest das Buch von Stefanie Babst mit Interesse. Wenn die Autorin sich George Kennans "Eindämmungsstrategie" und sein "Long Telegram" von 1946 zum Umgang mit Stalins Sowjetunion vornimmt und mit heutigen Verhältnissen vergleicht, kann der Leser etwas lernen, glaubt er. Zwar sind die Verhältnisse nicht deckungsgleich, wie Speckmann weiß, doch einige von Kennans Vorstellungen treffen weiterhin zu und sind hilfreich, das kann ihm die Autorin glaubwürdig ebenso vermitteln wie die Einsicht, dass nur ein "Post-Putin-Russland" Frieden bringen wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.06.2023
22 Jahre hat die Politikwissenschaftlerin Stefanie Babst für die Nato gearbeitet, sie kennt sich also aus, erklärt Rezensent Matthias Kolb, sichtlich beeindruckt von der "kalten Wut", mit der Babst über die verfehlte deutsche Russlandpolitik schreibt, aber auch über die Diskussionskultur innerhalb der Nato, die immer wieder von den strengen Hierarchien gelähmt wird. Selbst bei Strategiepapieren war das Format wichtiger als der Inhalt, was nicht zuletzt Jens Stoltenberg geschuldet schien. Alles in allem sehr überzeugend findet Kolb diese Schilderungen aus dem Innersten der Nato.
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