Moin-Moin
Mittwoch, 26.1.22
26. Tage des Jahres oder der 738.783. Tage unserer Zeitrechnung
Dazn verdoppeltStreaming-Preissprung(
sz) - Der Sport-Streamingdienst Dazn verdoppelt die Abo-Preise - für manche Kunden.
Nachrufe auf Emil MangelsdorffMusik für Freiheit und Gleichheit(
radio) - Zum Tode des einflussreichen Jazzmusikers und politischen Zeitzeugen Emil Mangelsdorff aus Frankfurt. Von Hans-Jürgen Linke.
Der Botschafter des "Sounds of Democracy"(radio) - Nachruf auf den Jazz-Saxofonisten Emil Mangelsdorff, der im Alter von 96 Jahren verstorben ist. Schon in der NS-Zeit spielte er Jazz, ging für seine Musik sogar ins Gefängnis - und brachte bis zuletzt jungen Leuten den Jazz näher. Mit Roland Spiegel.
Round Midnight für Emil Mangelsdorff(
radio) - Legendär waren in den letzten Lebensjahren des Frankfurter Jazzmusikers Emil Mangelsdorff die Konzerte im Holzhausenschlösschen, idyllisch gelegen in einem innenstädtischen Park der Stadt. Die Gehhilfen stellte er zur Seite, nahm Platz auf einem Stuhl und das Altsaxofon zur Hand. Von Michael Laages.
Neues Tocotronic-AlbumWie eine Gleichung, die am Ende aufgeht(
dlfk) - Das neue Album von Tocotronic ist mit "Nie wieder Krieg" betitelt und verhandelt existenzielle Themen. Sänger und Gitarrist Dirk von Lowtzow erzählt, warum er einen roten Faden schätzt und keine Angst vor Pathos hat.
Fußballmuseum veröffentlicht Online-Lexikon über jüdische Fußballer(
dlfk) - Das Deutsche Fußballmuseum hat zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Holocaust-Opfer am 27. Januar ein Online- Lexikon verfolgter jüdischer Fußballer veröffentlicht. Es soll die Lebensgeschichten heute zumeist vergessener jüdischer Sportler und Funktionäre würdigen. Diese machten bis zu ihrer Ausgrenzung und Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus einen zentralen Teil der deutschen Fußballkultur aus, hieß es. Sie wurden verfemt, verfolgt oder ermordet. Das Lexikon entstand in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der deutschen Fußballmuseen und Vereinsarchive. Daran sind bislang 23 Vereine und Gruppen aus ganz Deutschland beteiligt.
"Kulturzeit" vom 25.01.2022(
3sat-videos) - Die Themen der Sendung: Kampf ums Impfen, Parlaments-Kunst - Gespräch mit PeterLicht, "Ende in Sicht" von Ronja von Rönne, Suter und Schweinsteiger, Nachruf auf Jean-Claude Maizières und "Monobloc".
---> Der Kampf ums ImpfenDie gesellschaftliche Auseinandersetzung des neuen Jahres 2022 dreht sich um das Impfen. Ausgetragen wird sie in den Parlamenten, unter Wissenschaftlern und auf der Straße. Bis auf wenige Ausnahmen in Asien gibt es derzeit kein Land, das eine generelle Impfpflicht verabschiedet hat. Österreich ist das erste deutschsprachige Land, dass sie durchsetzt. Ist die Impfpflicht ein illegitimer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte eines jeden Menschen, gar in das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, wie Kritiker sagen? Gerade hat sich der Ethikrat in Deutschland überraschend für eine generelle Impfpflicht ausgesprochen, obwohl sie, so seine Ausführungen, "eine erhebliche Beeinträchtigung rechtlich und moralisch geschützter Güter" darstellt. Doch sie sei zu rechtfertigen, da sie negative Wellen künftiger Pandemiewellen wie hohe Sterblichkeit, langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen oder einen drohenden Kollaps des Gesundheitssystems abzuschwächen oder zu verhindern vermag. Jüngst meldete sich eine wachsende Gruppe von FDP-Bundestagsabgeordneten um den Politiker Wolfgang Kubicki zu Wort, die jetzt schon eine Impfpflicht ablehnen. Auf den Straßen mehren sich die Demonstrationen und Sicherheitsexperten rechnen damit, dass eine Impfpflicht ein regelrechter Booster für den Widerstand werden könnte und auch mit zunehmender Gewalt zu rechnen sei. Der Bundeskanzler betont immer wieder aufs Neue, das Land sei nicht gespalten. Umfragen besagen, dass 80 Prozent der Deutschen eine Impfpflicht befürworten. Würde die Einführung einer Impfpflicht ein letztes Gefecht der Pandemie sein oder die Gräben noch größer werden lassen?
---> Mehr Poesie im Bundestag - Gespräch mit PeterLichtBraucht Deutschland einen Bundestags-Poeten oder gar -Sänger? Die Autorinnen Simone Buchholz und Mithu Sanyal sowie der Autor Dmitrij Kapitelman haben jüngst die Berufung einer Parlamentspoetin oder eines Parlamentspoeten angeregt, ähnlich wie es das in den USA oder Kanada schon gibt. Bildende Kunst sei bereits gut abgebildet im Bundestag. Es fehlten Sprache und Musik. Nach den Worten Sanyals wollte die Initiative auch "einen Vorschlag in die Welt stellen, um ihn besser zu machen". Jetzt hat der Musiker PeterLicht sich in einem Brief in der "SZ" ebenfalls als Parlaments-Sänger angeboten. "Macht und Staat müssen auch gut klingen", schreibt er mit Augenzwinkern. Wir sprechen mit dem Popmusiker und Schriftsteller über Poesie in der Politik.
---> "Ende in Sicht"
Ronja von Rönnes neuer Roman über Depressionen
Zwei Frauen, denen der Tod näher ist als das Leben: Die 69-jährige Hella und die 15-jährige Juli sind die Heldinnen in Ronja von Rönnes neuem Roman "Ende in Sicht". Die beiden begegnen sich, als Hella zum Sterben in die Schweiz fährt und Juli beim Sprung von der Autobahnbrücke ausgerechnet vor Hellas altem Passat landet. Auf dem gemeinsamen Roadtrip durch Deutschland nähern sich die beiden sehr unterschiedlichen Frauen einander an. "Ende in Sicht" ist ein melancholisch-lakonisches Buch über eine Krankheit, an der Ronja von Rönne selbst leidet. Sie hat es nicht wegen, sondern trotz ihrer Depressionen geschrieben.
---> Martin Suter schreibt einen Roman über Bastian SchweisteigerDer Schweizer Schriftsteller Martin Suter hat das Leben von Ex-Fußballprofi Bastian Schweinsteiger als biografischen Roman verfasst. Eine "autorisierte Romanbiografie" nennt Suter sein Werk, schließlich ist er kein Biograf, sondern ein Erfinder von Geschichten. Schweinsteiger wurde schon häufig um Erlaubnis für eine autorisierte Biografie gebeten, doch er sagte immer ab. Erst als ein Freund von Suter geschwärmt habe, sei er neugierig geworden und habe die Idee gut gefunden, sagte der Ex-Fußballprofi auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zur Buchvorstellung. "Ich wollte keine klassische Biografie haben, das ist nicht meine Natur. Daher fand ich die Idee des biografischen Romans passend." "Einer von euch" heißt das Werk, das die Geschichte des nun 37-jährigen Schweinsteiger erzählt, gespickt mit fiktionalen Elementen. Ein ungewöhnliches Projekt und ein Experiment für beide.
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bestellen---> Doku "Monobloc"
Der "Monobloc" ist der hässlichste Stuhl der Welt, wie manche meinen, aber auch der wohl meistverkaufte. Fast jeder hat schon einmal auf dem weißen Plastikstuhl gesessen. Er ist gut abwischbar, wunderbar zu stapeln und wirkt doch immer instabil und wird auf den hiesigen Balkonen schnell unansehlich grau. Zu allem Überfluss ist er aus Plastik und trägt damit mit Schuld an der Umweltverschmutzung. Regisseur Hauke Wendler reiste für seinen Film "Monobloc" durch die Welt, auf den Spuren dieses Stuhles, und fand ihn überall. Bildgewaltig erzählt er in seinem Film von einem Stuhl und seiner Nutzung und Wahrnehmung, die weltweit nicht unterschiedlicher sein könnte.
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bestellen---> Nachruf auf Jean-Claude Mézières
Jean-Claude Mézières, Schöpfer des Science-Fiction-Comics "Valerian" (deutsch: "Valerian und Veronique") ist im Alter von 83 Jahren in Hamburg gestorben. Mézières wurde 1938 geboren. Schon während seines Kunststudiums zeichnete er für verschiedene französische Comicmagazine. Seine berühmteste Serie sollte "Valerian" werden, die im Magazin "Pilote" erschien. Besonders erstaunlich war laut Carlsen Verlag, dass dem Raum-Zeit-Agenten Valerian auch eine weibliche Hauptfigur zur Seite gestellt wurde, Veronique (im frz. Laureline), die durch ihre Intuition dem männlichen Gegenpart oftmals haushoch überlegen war. So wurde Veronique zu einer der ersten weiblichen Hauptfiguren im französischen Comic. Aus diesem Grund wurde die Reihe in Deutschland 1978 direkt als "Valerian und Veronique" bei Carlsen Comics veröffentlicht. Insgesamt erschienen 23 Bände der Reihe. Für den Film "Das fünfte Element" des Regisseurs Luc Besson entwickelte Mézières gemeinsam mit dem französischen Comiczeichner Jean Giraud das Design. 2017 erschien mit "Valerian" die Verfilmung seines Science-Fiction-Epos, ebenfalls von Luc Besson.
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bestellenMenschenrechtsgericht verurteilt TürkeiYücel trotzdem "enttäuscht" über Urteil(
dlfk) - Die Inhaftierung des Journalisten Denis Yücel in der Türkei war rechtwidrig: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte spricht ihm eine Entschädigung durch den türkischen Staat zu. Doch im Detail habe er sich mehr erhofft, erklärte Yücel.
WiderspruchDeniz Yücel will gegen das Urteil des Menschengerichtshofs in Straßburg, EGMR, wegen seiner Inhaftierung in der Türkei teilweise Widerspruch einlegen. (
dlfk) - Der EGMR hatte zuvor entschieden, dass Yücels Inhaftierung wegen angeblicher "Terrorpropaganda" menschenrechtswidrig war. Yücel sei vor allem wegen seiner kritischen Berichterstattung ein Jahr lang in Untersuchungshaft genommen und damit in seinem Recht auf freie Meinungsäußerung und seinem Freiheitsrecht verletzt worden, entschied der Gerichtshof in Straßburg. Die Türkei müsse dem Journalisten eine Entschädigung von 13.300 Euro zahlen. Yücel begrüßte das Urteil, sagte im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur aber auch, dass er mehr erwartet habe. "Erhoff hatte ich mir, dass der Gerichtshof auch meiner Klage auf Verletzung des Folterverbots entspricht. Das ist nicht passiert. Und ich hatte außerdem auch darauf geklagt, dass mein Verfahren ein Verstoß gegen das Verbot politischer Verfahren ist. Das haben. Das haben die auch abgelehnt."
Amokläufe und Social MediaWie die Polizei Falschinformationen bekämpft(
dlfk) - Falschinformationen im Internet erschweren die Arbeit der Polizei in gefährlichen Lagen erheblich, wie zuletzt beim Amoklauf in Heidelberg. Doch soziale Medien können auch deeskalierend wirken, meint der Kommunikationswissenschaftler Stefan Jarolimek.
Graffiti in der Neuen Musik (2) George Aperghis, Daniel Hensel, Johannes Kalitzke und Wolfgang Liebhart(
radio) - Für die einen sind sie Vandalismus, für die anderen Kunst: Graffiti. Die bild- und zeichenhaften Interventionen im öffentlichen Raum haben auch Spuren in der zeitgenössischen Musik hinterlassen.
Hybride ArbeitsmodelleWozu überhaupt noch Büro?(
cm) - Der Übertritt in die hybride Arbeitswelt wirft Fragen auf.