In der
FAZ schaut sich Mina Marschall den von der Bildungsstätte Anne Frank veröffentlichten
Report über die Verbreitung
rechtsextremer Inhalte auf Tiktok an. "Es sei eine neue, bedrohliche Dimension des
Antisemitismus, die auf der Plattform zu beobachten sei, schreiben die Autorinnen des Reports. (…) Die
AfD setzt beispielsweise auf 'Masse statt Klasse', wie es in dem Report heißt. Demnach produziert die Partei einen kontinuierlichen Strom an Videos, der von unzähligen Accounts geteilt wird. 'In nur wenigen Stunden konnten wir über 50 Accounts mit jeweils über 40.000 Followern ausfindig machen, die nur solche Schnipsel posten', sagt Eva Berendsen, Leiterin des Bereichs Kommunikation der Bildungsstätte und Mitautorin des Reports. Reden von AfD-Politikern seien dabei teils schon im Manuskript darauf angelegt, sich in
einminütige Clips schneiden zu lassen. Der Erfolg der Partei in den sozialen Netzwerken baue deshalb weniger auf perfider Manipulation oder lang geplanten Kampagnen auf, sondern vielmehr auf reinem Spam."
Die
FR berichtet mit epd, wie China seinen
Einfluss auf die Medien in Lateinamerika verstärkt, und das mit großen Erfolg, wie der Sinologe Igor Patrick vom Wilson Center in Washington feststellen kann: "Viele Medien in Lateinamerika kämpfen Patrick zufolge mit finanziellen Schwierigkeiten. Für sie seien die Vereinbarungen mit den chinesischen Staatsmedien deshalb ein Rettungsanker. Viele Medienunternehmen hätten aufgehört,
kritisch über China zu berichten. Nirgendwo sonst auf der Welt ist laut 'Reporter ohne Grenzen' die Konzentration von Medienunternehmen so groß wie in Lateinamerika. Oft werden diese von Familien-Dynastien geführt, die noch in anderen Wirtschaftsbereichen tätig sind, wie im Agrarsektor und im Bergbau. Somit sind die
Abkommen mit China für die Medieneigentümer auch Türöffner für neue Absatzmärkte."
Im
Tagesspiegel berichtet Anna Pannen, dass 17 Autor:innen des
Herder-Verlags in einer Stellungnahme eine "zunehmend rechtspopulistische Ausrichtung" des Verlag-Programmes anprangerten. Es geht unter anderem um die Zusammenarbeit mit dem Magazin "Cicero" sowie Publikationen der Ethnologin
Susanne Schröter.