Es ist schon irgendwie ein historischer Tag. Die taz bringt heute ihre letzte Printausgabe heraus - "Halt dich an deiner Zeitung fest", unter Abwandlung eines Songtitels von Rio Reiser. Im Epaper wird die Zeitung nur als Foto abgedruckt . Die taz bringt also ihre letzte Printausgabe heraus - die samstägliche Wochentaz wird allerdings weiter auch auf Papier erscheinen. Natürlich wird auch etwas fehlen, geben die Chefredakteurinnen in ihrem Editorial zu: "Das tägliche Anfassen einer Zeitung. Das tägliche Rascheln einer Zeitung (auch wenn wir dies im ePaper elektronisch reproduzieren, achten Sie einmal darauf!). Die tägliche Zeitung am Esstisch, die nicht erst über ein technisches Gerät bedient werden muss. Wir können und wollen nicht verhehlen, dass etwas fehlen wird. Und doch steht diese Ausgabe im Zeichen von Aufbruch und Solidarität." Den Verlust bewältigen die tazler mit Kurzgeschichten einiger Schriftsteller. Gestaltet wurde die Ausgabe vom Konzeptkünstler Künstler Christian Jankowski.
Die italienische Autorin Francesca Melandri legt einen Essay über "Freude" vor: "Es gibt gute Gründe dafür, dass sich progressives Denken auf Kritik konzentriert, auf das, was wir nicht wollen. Das hat jedoch zu einem Verlust der Fähigkeit geführt, Visionen zu entwickeln und uns vorzustellen, was wir WIRKLICH wollen. Und ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass dies auch ein Zeichen für die historische und geografische Ausnahme ist, in die wir das Glück hatten hineingeboren zu werden: unsere friedlichen, wohlhabenden westlichen Gesellschaften. Nichts trübt die Fähigkeit, sich freudigere Welten vorzustellen und dabei glaubwürdig zu sein, mehr als relativer Wohlstand.
Und es schreiben T.C. Boyle (hier), Feridun Zaimoglu (hier), Nefeli Kavouras (hier), Olga Grjasnowa (ein Essay über das deutsche Schulsystem, hier), Sibylle Berg (die eine radikale taz sehen will, hier), Dave Eggers (ein Essay über die Notwendigkeit unabhängiger Medien, hier).
Ist es Zufall, dass im einzigen "normalen" MeinungsartikelSubventionen für "zvilgesellschaftliche Organisationen" gefordert werden? Staatliche Förderung werde in Frage gestellt, manche mit staatlichen Geldern finanzierte Organisation wurde durch den Verfassungsschutz überprüft, kritisiert Pascal Beucker. "Ob Schwarz-Rot oder Rot-Grün-Gelb: Das Vorgehen der derzeitigen wie auch der vorherigen Regierungskoalitionen ist empörend", findet er.
Wirtschaftlich geht es der taz besser denn je, stellt Götz Hamann in der Zeit fest. Selbst die gedrucktetaz macht noch Gewinne, "aber die gehen seit Jahren zurück und würden internen Prognosen zufolge spätestens in zwei Jahren zu dauerhaften Verlusten werden". Dafür steigen die Digitalabos. Trotzdem ist der Ausstieg aus dem Print nicht ohne: "Denn auch wenn es zuletzt nur rund 14.000 gewesen sind, für den Verlag stehen sie bis zu dieser Woche für etwa ein Viertel des gesamten Umsatzes. Wenn nicht weit mehr als die Hälfte mitmachen, könnte die 'Seitenwende' deshalb einen massiven Umsatzrückgang mit sich bringen - und Verluste. So erklärt sich, dass Redaktion und Verlag jeden und jede Print-Abonnentin angeschrieben, angerufen, ihnen Schulungen angeboten und ein extrem verbilligtes Tablet fast schon aufgedrängt haben (39 Euro statt 200 Euro Ladenpreis). Eine Abordnung der Redaktion ist sogar durchs Land gereist, um Zweifler persönlich umzustimmen. Wer sich mindestens für zwei Jahre verpflichtet, bekommt zum Dank eine von den Chefs unterschriebene Urkunde. Und - hat es sich gelohnt? Am Dienstag verkündeten die Geschäftsführer: knapp 60 Prozent der Abonnenten der gedruckten Ausgabe bleiben digital dabei. Die taz vermeidet damit ein 'Horrorszenario', das eingetreten wäre, wenn nur 40 Prozent umsteigen würden, sie erreicht aber nicht jene 70 Prozent, die aus Sicht der Geschäftsführer nötig wären, um finanziell ohne Blessuren durchzukommen."
In der FRermuntertArno Widmann, Mitbegründer der taz, die älteren taz-Abonnenten zum Umstieg: "Ich höre von Altersgenossen, die tief beunruhigt sind, wie sie ihren Tag in Zukunft beginnen sollen - ohne Frühstückstaz. Die Vorstellung 'Du musst Dein Leben ändern' und sei es nur die Umstellung von Papier auf E-Reader erschreckt sie. Ich dagegen, geboren 1946, gehöre zu denen, die den E-Reader lieben, weil sich die Schrift vergrößern lässt." Auch Fernsehen guckt er fast nur noch in der Mediathek, die gerade für Ältere mit Schlafschwierigkeiten ungeheuer praktisch sei: "Wir sind geradezu darauf angewiesen, zum Beispiel 'Wer weiß denn sowas?' uns auch um 3 Uhr in der Nacht anschauen zu können. Wir Alten mögen uns noch sehr gegen eine Veränderung unserer Tagesabläufe wehren, am Ende aber müssen wir unseren Körpern nachgeben. Das Digitale, das uns als das Reich der 'Jüngeren' vorgeführt wird, ist in Wahrheit unser Reich. Je früher wir das verstehen, desto größer wird wieder unsere Welt. Hier müssen wir nicht gehen, keine Treppen steigen. Hier wird gescrollt."
Der Publizist Richard Herzinger ist gestorben, wir meldeten es gestern. Herzinger hatte im Lauf der Jahrzehnte für die Zeit, die Welt und viele andere Medien gearbetet. Zuletzt hatte er eine Kolumne im Perlentaucher und der ukrainischen Zeitschrift Tyzhden. Thierry Chervel erinnert sich im Perlentaucher und resümiert aus den Nachrufen. Am bewegendsten sind bei weitem die Reaktionen aus dem Ausland. "Lieber Herr Herzinger, Sie werden uns sehr, sehr fehlen", schreibtPatryk Szostak vom Pilecki-Institut, dem polnischen Kulturinstitut in Berlin, wo Richard Herzinger sehr oft auf Podien eingeladen war. Was Antitotalitarismus ist - eine Einstellung, die Faschismus und Nationalsozialismus ebenso bekämpft wie Kommunismus und später auch Islamismus -, ist in Deutschland kaum bekannt. Nicht so in Polen, wie Szostaks ausführlicher Text deutlich macht: "Für Herzinger stand das zerstörte Warschau sinnbildlich für die immer wiederkehrende Konfrontation zwischen Freiheit und totalitärer Gewalt - ebenso wie die Trümmer von Grosny, Aleppo oder Mariupol. Ihr Anblick ließ für ihn nur eine unmissverständliche Schlussfolgerung zu: Die freie Welt bleibt verpflichtet, den Opfern jeder verbrecherischen Aggression beizustehen und der Zerstörungslust von Großmächten entschieden zu widerstehen. Den Freiheitssinn Polens sowie Mittel- und Osteuropas konnte Herzinger also auswendig buchstabieren wie kaum ein anderer. Als einer der frühesten und unermüdlichsten Unterstützer der freien Ukraine reiste er viele Male dorthin und mahnte den Westen und die NATO, Russland entschieden entgegenzutreten. Dasselbe galt für das Baltikum, das freie Belarus und Georgien, aber auch für Länder wie Venezuela."
"Eine kleine Sensation" ist das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Mittwoch: Eine Frau hatte dagegen geklagt, Runfunkbeiträge zu zahlen, weil ihr das Programm zu einseitig und zu regierungsnah erschien, so Wolfgang Janisch in der SZ. Das Urteil setzt nun fest, welche Maßgabe erfüllt sein muss, damit "die Pflicht zur Zahlung von Rundfunkbeiträgen entfällt". "'Wenn das gesamte Angebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Anforderungen an die gegenständliche und meinungsmäßige Vielfalt und Ausgewogenheit über einen längeren Zeitraum gröblich verfehlt' (...). Der Beitrag ist kein Automatismus, bedeutet das, keine immerwährende Garantie. Er ist nur dann gerechtfertigt, wenn die Sender das liefern, was sie versprochen haben." Der Fall wird nun an den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zurückverwiesen. Das dort dann die "hohen Maßstäbe" des Bundesverwaltungsgerichthofs für eine Befreiung im vorliegenden Fall bestätigt werden, ist laut Janisch mehr als fragwürdig.
Der bulgarische Journalist Christo Grozev ist beim Medienfestival Prix Europa als "europäischer Journalist des Jahres" ausgezeichnet worden. Er hatte unter anderem für den Online-Recherchedienst BellingcatPutins Giftmörder identifiziert. Nun steht er selbst auf Putins Abschussliste. Im Gespräch mit Yelizaveta Landenberger von der FAZ schildert er unter anderem, was das für sein persönliches Leben heißt: "Überall, wo ich mich mehr als ein paar Stunden aufhalte, gilt es als 'nicht sicher'. Wenn ich meine Familie in Österreich besuche, habe ich dasselbe Schutzteam wie der Präsident. Ich kann also nicht länger als ein paar Tage bleiben, denn ich raube dem österreichischen Staat seine Ressourcen. Das ist generell die Situation in Europa - dass man auf einer Todesliste steht und dennoch nicht priorisiert wird. Und ich denke, Putin hat aktuell größere Probleme: den Krieg in der Ukraine. Das gibt mir etwas Freiheit, zu reisen."
Zeigt guter Journalismus "Haltung"? Ist er aktivistisch oder bemüht er sich besser um Objektivität? Darüber denktMarco Bertolasco, Nachrichtenchef des Deutschlandfunks, in der FR nach. Ganz ohne Haltung geht's natürlich nicht, meint er. Und Meinung kann man eh in den Meinungsformaten äußern. "Wichtig wäre, die Trennung von Nachricht und Kommentar wieder stärker zu beachten, auch bei Grenzgänger-Formaten wie der Einordnung. In manchen Medienkulturen wird die personelle Trennung von Berichterstattung und Kommentar ebenfalls hochgehalten. In Deutschland ist es dagegen üblich, dass jemand am selben Tag zum selben Thema berichtet und kommentiert. Haltung im Sinne dauernder kommentierender Einfärbungen der Berichterstattung könnte sich als eine der guten Absichten erweisen, mit denen sprichwörtlich der Weg zur Hölle gepflastert ist. Mehr Diversität der Redaktionen und eine größere Perspektivenvielfalt sind dringlich."
Während sich die taz gerade aus dem Print verabschiedet, verlassen FAZ und SZ offenbar demnächst das Internet. Zumindest gestalten sie ihre Epaper, die zusehends die Printblätter ersetzen sollen, so, dass eigentlich normale Funktionalitäten der Internets abgestellt sind. Wenn man einen Artikel in ihren Epaper-Ausgaben aufruft, kann man keinen Text mehr kopieren. Die Artikel werden als Bild präsentiert - offenbar haben beide Zeitungen denselben Dienstleister für diese Umstellung engagiert. Zusätzliche Angebote, die zuvor im Abopreis der Zeitungen enthalten waren, wie die Multimedia-Ausgabe der FAZ, sind kommentarlos gestrichen worden. Wehren sich die Zeitungen so gegen die Bots der Künstlichen Intelligenz? Jedenfalls hat diese Präsentation Folgen für jeden Abonnenten: Er wird sich künftig nicht mehr die Adresse eines Restaurants kopieren können, über das eine Zeitung berichtet, oder ein schönes Zitat, über das er in den sozialen Medien diskutieren will. Der Perlentaucher wird demnächst wohl den Bildschirm abfotografien, wenn er Süddeutsche oder FAZ zitieren will.
Eine "dezidiert Israel-freundliche Haltung" wird heute eindeutig dem Konservatismus zugerechnet. So hält es jedenfalls Nina Rehfeld, die für die FAZ über die tektonischen Verschiebungen in der amerikanischen Medienindustrie berichtet. Dazu gehört, dass die Journalistin Bari Weiss, Gründerin von The Free Press und ehemals New York Times, nun Chefredakteurin von CBS News wird - The Free Press hat sie für 150 Millionen Dollar an Larry Ellison, den Sohn von Larry Ellison verkauft die beide Trump nahestehen. Eingefädelt wurde der Deal unter anderem von Trumps Medienaufseher Brendan Carr: "Als Nächstes visieren die Ellisons - gemeinsam mit anderen Trump-Getreuen - die Übernahme von Tiktok in den USA an. Und sie haben ein Auge auf den Konzern Warner Bros. Discovery geworfen, zu dem der Nachrichtensender CNN gehört. Auch dafür bedarf es der Zustimmung von Brendan Carr. Das ist die Gemengelage, die darauf hindeutet, dass ein Medienimperium entsteht, das Rupert Murdoch Konkurrenz machen könnte." Dieser medienpolitische Schachzug sei "an Perfidität kaum zu überbieten", meint Leon Holly in der taz.
Der französische Fotograf Antoni Lallican ist bei einem Drohnenangriff im Gebiet Donezk in unmittelbarer Frontnähe getötet worden, berichtet Bernhard Clasen in der taz. "Auch sein Begleiter, der ukrainische Journalist Hryhori Ivantschenko vom Kyiv Independent, wurde getroffen. Doch dieser überlebte verletzt. Die ersten Ermittlungen, so das Portalnachrichten.fr, deuten auf einen gezielten Angriff durch eine FPV-Drohne hin - eine jener ferngesteuerten Waffen, die mit präziser Steuerung ihr Ziel zentimetergenau treffen können. Es sei also ein ziviler Reporter getroffen worden, der klar als Journalist gekennzeichnet war und der keinen militärischen Status hatte." Hier einige seiner Fotos, die er auf Instagram publiziert hat.
Larry Ellison, Gründer von Oracle, zweitreichster Mann der Welt und langjähriger Trump-Unterstützer, wird zusammen mit Lachlan Murdoch und einigen weiteren Geldgebern die US-Version von TikTok übernehmen, berichtet in der Zeit Titus Blome. Das werden harte Zeiten für trumpkritische Journalisten, fürchtet er: "Sein Sohn David Ellison ist Gründer und CEO der Produktionsfirma Skydance, die frisch mit Paramount fusioniert ist, dem Mutterkonzern des Senders CBS, wo David Ellison Berichten zufolge die konservative und lautstark antiwoke Journalistin Bari Weiss an der Spitze installieren möchte. Als Nächstes wollen die Ellisons nun den Hollywood-Konzern Warner Bros. übernehmen, zu dem HBO, CNN, DC Comics und das Harry-Potter-Franchise gehört. Um das greifbar zu machen: Ginge es um Immobilien, hätten sie soeben halb New York gekauft."
In der SZ schildert Tobias Moorstedt die zynische Meme-Kultur, die US-Behörden wie das Immigration and Customs Enforcement (ICE) in den sozialen Medien etablieren: "Die Behörden zeigen KI-generierte Verhaftungsszenen im Comic-Stil oder inszenieren einen Abschiebeflug wie den Werbespot einer Billig-Airline. Gleichzeitig aber auch Motive, die nostalgische Impulse hervorrufen sollen. Ein zur Pflicht rufender Uncle Sam in der Ästhetik der Propagandaposter aus dem Zweiten Weltkrieg oder, noch weiter zurückgreifend, Bilder, die Pionierstapferkeit und Blockhüttenheimeligkeit vor grandioser Naturkulisse darstellen und mit Sätzen wie 'Erinnert euch an das Erbe eures Vaterlands' oder 'Schützen. Dienen. Abschieben' untertitelt sind. Auf Bibelverse wird genauso zurückgegriffen wie auf Batman-Zitate." Diese zunehmende Verrohung des Diskurses von offizieller Seite ist etwas neues, so Moorstedt: "Die Instagram- und Twitter-Konten der US-amerikanischen Grenz- und Einwanderungkontrolleure werden zu Parodien ihrer selbst. Die Memes werden zu Waffen im selbst ausgerufenen Kulturkampf." Sechzehn Menschen starben bereits in Gewahrsam der ICE-Behörden.
Der Weltbühne und Berliner Zeitung-Verleger Holger Friedrich möchte in östlichen Bundesländern mehrere Regionalzeitungen wiederaufleben lassen, um an die Medienvielfalt, die mutmaßlich noch in der DDR geherrscht hat, anzuschließen, schreibt Michael Pilz in der Welt. Ob die Blätter inhaltlich dann wie in der DDR auch auf Linie sein werden? Friedrich gibt einen kleinen Vorgeschmack, zum Beispiel auf die Lokalzeitung in Halle. "Friedrich: 'Das Projekt 'Halle' ist der Versuch, der herabsetzenden Sicht auf Ostdeutschland in der Medienelite (alles Nazis oder Kommunisten, pfui!), der wachsenden Selbstbedienungsmentalität in politischen Strukturen (die Grüne Annalena Baerbock in New York) und dem Unvermögen der Politik, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, ein unabhängiges, selbstbestimmtes Medium als Plattform für demokratische Meinungs- und Willensbildung entgegenzustellen. Als loyale Opposition, die den Mächtigen in Politik und Medien auf die Finger schaut, die Themen setzt und den Diskurs fördert, statt neue (Brand-)Mauern aufzubauen - was häufig nur geschieht, um persönliche Vorteile zu sichern."
Ja, die Wiedergeburt Jimmy Kimmels im Universum der Late-Night-Shows (unser Resümee) tat gut, findet auch Michael Hanfeld in der FAZ: "Er war aufrichtig angefasst, entschuldigte und verteidigte sich, suchte und fand das Gemeinsame und stellte all das dar, was der omnipräsente Donald Trump nicht verkörpert - eine USA, die nicht poltert, droht und erpresst. Man hatte schon fast vergessen, dass es das gibt und wie sich das anhört."
Hinter dem Spekaktel um Jimmy Kimmel verbergen sich allerdings noch ganz andere Maßnahmen gegen Medien, die vielleicht auch deshalb seltener benannt werden, weil Journalisten nicht anders können, als sich ihnen zu unterwerfen. Über eine dieser Maßnahmen berichtet Heike Buchter in der Zeit: Wer im Pentagon akkreditiert sein will, muss neuerdings drastische Regeln befolgen. "Am Freitag ließ Verteidigungsminister Pete Hegseth neue Umgangsregeln an Journalisten verteilen, die über das Pentagon berichten wollen. Auf den 17 Seiten findet sich neben lapidaren Parkplatzregeln eine folgenreiche Bestimmung: 'Informationen müssen vor ihrer Veröffentlichung von einem zuständigen Beamten zur Veröffentlichung freigegeben werden, auch wenn sie nicht als geheim eingestuft sind.' Im Klartext bedeutet das: US-Medien sollen über das Kriegsministerium - wie die Trump-Regierung das Pentagon betitelt - nur noch berichten, was die Regierung genehmigt. Wenn Journalisten sich dazu nicht verpflichten, werde ihnen der Zugang zu Pressekonferenzen und sonstigen Informationen verwehrt. Der Verteidigungsminister persönlich schrieb dazu auf der Plattform X: 'Befolge die Regeln, oder geh nach Hause.'" Als weiteren Faktor der Gleichschaltung spricht benennt Buchter, dass sich immer mehr Medien in immer weniger Händen befinden: Dies bedeute auch: "Wenn Trump Einfluss auf die Führung der Konzerne hat, erreicht er damit immer mehr Medien."
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