Die Präsidentin der Columbia University
Minouche Shafik ist zurückgetreten. Sie hatte vor einigen Monaten die Polizei auf den Campus gelassen, um ein
propalästinensisches Protestcamp zu räumen und damit auch viele Professoren gegen sich aufgebracht. Eine seltsame Koalition feiert ihren Rücktritt, erzählt Frauke Steffens in der
FAZ: "
Viele Republikaner nutzen die Diskussion über Antisemitismus an Hochschulen, um insbesondere die Geisteswissenschaften zu delegitimieren. J.D. Vance, Donald Trumps Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, erklärte die vermeintlich zu linken Hochschulen schon 2021 zum 'Feind', den man 'angreifen' müsse. Der Senator aus Ohio brachte im Mai einen Gesetzesentwurf ein, der Hochschulen die staatliche Finanzierung entziehen sollte, wenn sie die Protestzeltlager gegen Israel nicht räumen ließen. Während viele Republikaner Shafiks Rückzug als
ihren Erfolg ansehen, behaupten das auch manche Aktivisten. Die Organisation 'Within Our Lifetime', die schon öfter durch antisemitische Äußerungen auffiel, schrieb, Shafik sei 'mit dem Blut des palästinensischen Volkes an den Händen' zurückgetreten, und: '
Von Mörderin Kamala bis Opportunistin Shafik werden wir allen Genozid-Komplizen zeigen, dass sie gehen müssen!'" Auch Marina Klimchuk
berichtet dazu in der
taz.