Die marxistische Staatstheorie droht immer mehr aus dem öffentlichen Diskurs zu verschwinden. Wie aktuell das Verständnis des Staates als "Werkzeug zur Ausbeutung der unterdrückten Klasse" noch immer ist, lässt sich nirgends so pointiert nachlesen wie in Lenins Klassiker "Staat und Revolution". Dietmar Dath, literarisch umtriebiger Verbreiter marxistischer Ideen zwischen Popkultur, Physik und Sozialkritik, leitet das Werk ein und unterzieht dabei auch die von links wie rechts gerne vorgebrachten Einwände gegen den Mitgründer der Sowjetunion einer im besten Sinne streitbaren Kritik.
Rezensent Rudolf Walther weiß das Vorhaben des Laika-Verlags, Schlüsseltexte der linken Geschichte zu veröffentlichen, zu schätzen. Die nun vorliegende von Dietmar Dath herausgegebene Ausgabe von Lenins "Staat und Revolution" hält er allerdings für völlig misslungen. So fehlen ihm Angaben zur Text- und Publikationsgeschichte des Textes. Des Weiteren kann ihn Daths Einleitung nicht überzeugen. Er vermisst Hinweise zu den historisch-politischen Entstehungsbedingungen der Oktoberrevolution. Daths Verteidigung von Lenins Propagandaschrift, die ihn mitunter krud anmutet, findet er "geradezu verwegen". Und nicht zuletzt hält er dem Herausgeber eine Verharmlosung der Gewalt von den Moskauer Prozessen bis zur alltäglichen Repression in der Sowjetunion vor.
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