Achtsamkeit und Nachhaltigkeit sind zu Modebegriffen geworden. Sie sind aber ebenso zentrale Pfeiler der aktuellen Suffizienz-Bewegung und der jahrtausendealten Lehre des Buddha. Niko Paech und Manfred Folkers loten aus, welche Potenziale die beiden Denkrichtungen mitbringen, um unseren zerstörerischen Wachstumspfad zu verlassen. Über eine provokante Abrechnung mit den Wachstumstreibern kapitalistischen Wirtschaftens und das Besinnen auf die Tugenden eines konsumbefreiten Lebens entwickeln sie eine "Kultur des Genug". Denn nur mit einer "zufriedenen Genügsamkeit" werden sich die großen Krisen unserer Zeit lösen lassen.
Rezensentin Sina Fröhndrich findet den Vorschlag des Ökonomen Niko Paech und des Pädagogen Manfred Folkers zu mehr Verzicht durchaus nicht utopisch, sondern praktikabel. Konsumgütern eine Absage erteilen - dass das geht, dafür sind die auf Smartphones und Waschmaschine verzichtenden Autoren für Fröhndrich leuchtende Beispiele. Gut gefällt ihr, dass die beiden dennoch nicht von oben herab argumentieren, sondern klar, wenngleich mitunter überspitzt, und auf Überzeugung setzen, nicht auf politischen Zwang. Suffizienz - für die Rezensentin von nun an eine echte Option.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…