Martin Heidegger gehört zu den wichtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts - und zu den umstrittensten. Seine Habilitationsschrift "Sein und Zeit" (1927) gilt als philosophischer Klassiker. Oliver Jahraus zeichnet Heideggers Biografie und philosophische Entwicklung nach; einen weiteren Schwerpunkt bildet die Heidegger-Rezeption (Sartre, Adorno, Derrida, Luhmann).
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2004
So recht ist aus dieser Rezension von Manfred Geier nicht schlau zu werden. Ob es dem Autor dieser Reclam-Einführung zum existenzialistischen Philosophen Martin Heidegger nämlich wirklich Ernst ist mit dem Scherz, die Nähe zu Dada zu betonen, das ist daraus nicht recht zu entnehmen. Schließlich hat Heidegger selbst die ins "Zentrum" des Bandes gestellte "Frage nach dem Sinn von Sein" in einiger geistiger Unabhängigkeit von den Kapriolen des Dadaismus zu beantworten gesucht. Über die genauen Zusammenhänge klärt einen Geier leider nicht auf, dafür gibt er der eigenen Abschweifung zu Wittgenstein breiten Raum und bedauert, dass Jahraus es nicht ebenso gehalten hat. Mit Wittgenstein sei nämlich leicht zu erkennen, wie viel Sprachtäuschung in den "Un-Tiefen" der Heideggerschen Verrenkungen stecke. Mit Geier aber ist nicht zu erkennen, wie viel Dada in Heidegger und auch in Jahraus steckt.
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