Rachel Corbett

Rilke und Rodin

Die Geschichte einer Freundschaft
Cover: Rilke und Rodin
Aufbau Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783351036874
Gebunden, 379 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Helmut Ettinger. Rachel Corbett erzählt erstmals die Geschichte einer großen Künstlerfreundschaft, die 1902 in Paris beginnt. Der Bildhauer Auguste Rodin wird zur Vaterfigur für den jungen Rainer Maria Rilke, der sich nach Antworten auf die existenziellen Fragen seines Künstlerlebens sehnt. Es folgen intensive Begegnungen, ein dramatisches Zerwürfnis und eine bewegende Versöhnung. In dieser inspirierenden Freundschaft zweier herausragender Persönlichkeiten spiegelt sich die aufstrebende, künstlerische Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts. "Nach Sonnenuntergang wünschte Rodin mit den Worten Bon courage eine gute Nacht. Das verwirrte Rilke zunächst ein wenig, aber dann glaubte er zu verstehen. Rodin wünschte ihm Mut, weil er wusste, ,wie nötig das ist, jeden Tag, wenn man jung ist'." (aus Rilke und Rodin)

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2018

Nun gut, für den "irreführenden" deutschen Untertitel - "Geschichte einer Freundschaft" - kann Rachel Corbett ja nichts, meint Rezensent Manfred Koch: Die Bewunderung ging ganz von Rilke aus, während Rodin seinen Sekretär ziemlich schlecht behandelte, weiß der Kritiker. Dennoch: Viel Neues erfährt der Rezensent in dieser Studie der amerikanischen Kulturjournalistin nicht. Weitgehend lasse sich Corbett von Rilkes Legendenbildung blenden, etwa wenn Rodin hier als einsames Genie auftaucht, so Koch. Ärgerlich findet er indes falsche Behauptungen der Autorin zur Kunst von Rilke und Rodin: Authentische Quellenkenntnis und die Lektüre der originalsprachlichen Schriften Rilkes hätte einige Fehler vermeidbar gemacht, meint er. Immerhin kann ihm Corbett die Kluft zwischen Rilkes Fantasie und der Realität, etwa im Bezug auf die "opulenten Wortmenüs" und dem dann doch allabendlich verzehrten Haferbrei mit einigem Witz belegen.

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