Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.08.2003
Der Stern des Rene Descartes, der heute weithin als Begründer der Philosophie der Neuzeit angesehen wird, war im 18. Jahrhundert tief gesunken, allen offiziellen Lobgesängen zum Trotz. Dies demonstriert die Philosophiehistorikerin Tanja Thern an Texten von Diderot bis Voltaire, aber auch Theaterstücken, in denen Descartes immer wieder als "Wirbelmacher" und "Tiermechaniker" verspottet und vorgeführt wird. Philosophisch rangiert man ihn weit hinter Locke und Newton ein, Voltaire erklärt die Descartes-Lektüre gar für überflüssig, um 1770 ist der große Denker des 17. Jahrhunderts nurmehr eine "Spottfigur". Der Rezensent mit dem Kürzel "upj." lobt die Arbeit als "materialreich und durchaus verblüffend".
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