Hegel war in Frankreich von Anfang an einer eigenwilligen Rezeption ausgesetzt. Von Cousin bis Kojeve und darüber hinaus fanden starke Interpretationen statt, die im vorliegenden Band nachgezeichnet werden. Die Stationen der Präsenz Hegelschen Denkens in Frankreich werden von namhaften Hegelforschern und Kennern der Rezeption zu einem abwechslungsreichen Bild verdichtet. Dabei geht es nicht so sehr um die Hegelsche Lehre, als vielmehr um das zündende bzw. provokatorische Moment seines Denkens, das nicht nur thematisiert wird, wo es auf fruchtbaren Boden fällt, sondern auch da, wo man es gewissermaßen abwehrt. Beleuchtet wird in diesem Band die französische Hegel-Rezeption u. a. von Louis Althusser, Maurice Blanchot, Victor Cousin, Gilles Deleuze, Jacques Derrida, Jacques d'Hondt, Michel Foucault, Jean Hyppolite, Luce Irigaray, Alexandre Kojeve, Jean-Luc Nancy, Jean Wahl und Eric Weil.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.06.2008
Lesenswert scheint Rezensent Stefan Dornuf diese von Ulrich Johannes Schneider herausgegebene Aufsatzsammlung über die Hegel-Rezeption in Frankreich. Er skizziert die Spuren des Philosophen, denen sich die Beiträge eingehend und detailgenau widmen. Besonders geht er auf die Bedeutung Alexandre Kojeves ein, dessen Hegel-Interpretation von größtem Einfluss war, nennt aber auch jede Menge andere Denker, die an Hegel anknüpften. Etwas bedauerlich findet er allerdings das Fehlen einer Parallelisierung zur gleichzeitigen deutschen Hegel-Aneignung. Zudem vermisst er die marxistische Hegel-Interpretation, etwa von Henri Lefebvre, Lucien Goldmann und Roger Garaudy. Demgegenüber hebt er hervor, dass Band den Dekonstruktivisten viel Platz einräumt.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner…