Sehr lobend bespricht Fritz Klein die Erinnerungen Wolfgang Ruges an sein Exil in der Sowjetunion. Ruge war einer von 6.000 deutschen Antifaschisten, die nach 1933 ins "gelobte Land" des Sozialismus gingen, einer von Tausenden, deren Enthusiasmus an den sowjetischen Realitäten abstumpfte und nach dem sowjetischen Kriegseintritt in sibirischen Lagern erfror. Ein "düsteres Bild" sei es, das Ruge entwerfe, doch zugleich auch ein "farbiges", denn in "anrührend erzählten Episoden" werde nicht allein sein eigener Überlebungskampf, sondern eine "Fülle von Schicksalen" lebendig. Später, berichtet Klein, ging Ruge in die DDR und wurde zu einem wichtigen Historiker und Nationalpreisträger. Wie sich das mit seinen Erfahrungen im großen Bruderland vertrug, darüber hätte Klein gern auch etwas erfahren. Doch das ansonsten gute Buch breche 1956 ab.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…