Im Jahr 2002 wurde der Grundstein gelegt, nun ist es zumindest in Teilen eröffnet: Das
Grand Egyptian Museum in Kairo,
eine Milliarde Dollar hat es gekostet, während das Land nahe am
Bankrott steht, weiß Bernd Dörries, der sich das nach einem Entwurf des irischen Studios
Heneghan Peng Architects gestaltete Haus für die Seite 3 der
SZ angesehen hat: "Der Eingang ist ein aus dem Gebäude herausragendes Dreieck, eine kleine Pyramide, eine Reminiszenz an die großen da draußen in der Wüste, die sich auch in der Fassade wiederfindet. Etwa
30 000 Kunstwerke sollen hier zum ersten Mal gezeigt werden, sagt der stellvertretende Minister Abbas. 'Bisher hat man uns immer beschuldigt, nicht alle Artefakte zu zeigen, die wir haben', sagt Abbas. (…) Die Besucher, sagt er, werden alles sehen, was sein Land zu bieten habe. Sie werden aber auch die
Leerstellen sehen, die vielen Schätze, die noch im Ausland sind, von denen die Museumsdirektoren in Deutschland und England so lang behauptet hätten, sie seien dort besser aufgehoben. Die
Nofretete-
Büste in Berlin, der Stein von Rosette im British Museum oder die Ramses-Statue in Turin, um nur ein paar zu nennen. Am wichtigsten ist den Ägyptern die Nofretete. 'Natürlich wollen wir sie zurück', sagt der Minister."