In einem seiner zahlreichen Dekrete der vergangenen Woche verfügte
Donald Trump, mit Bundesmitteln finanzierte Bauten sollen sich ab sofort an "regionale, traditionelle und
klassische architektonische Traditionen zu halten", die moderne Architektur der Nachkriegszeit oder der viele öffentliche US-Gebäude prägende Brutalismus sollen hingegen ausradiert werden,
schreibt Sebastian Moll in der
taz: "Wie allerdings der Rückgriff auf Klassizismus und Neoklassizismus zu Trumps Programm des Populismus passt, ist eher fraglich. Schon seit der Renaissance werden klassisch-antike Formen für die
Repräsentation von Macht verwendet. Nicht zuletzt die Tatsache, dass sämtliche Eliteuniversitäten der USA klassizistisch gestaltet sind, macht den Stil zum offensichtlichen Symbol der Exklusivität."
Weitere Artikel: Ganz nachvollziehen kann Nicola Kuhn (
Tagesspiegel) den
Pritzker-
Preis für den chinesischen Architekten
Liu Jiakun nicht: "Eigentlich soll diese renommierteste Auszeichnung der Branche Personen auszeichnen, deren Werk die
Debatte über Wege des Bauens und künstlerischer Architektur bereits bereichert haben wie die vorherigen Preisträger Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Frei Otto, Norman Foster, David Chipperfield, Francis Kéré oder Peter Zumthor. Lius Wirkung auf die Weltarchitektur aber war bisher überschaubar."