Daniel Spoerri vor einem "Fallenbild", 1995. Foto: Pantalaskas, unter CC-Lizenz Georg Imdahl trauert in der FAZ um den Künstler, Bildhauer und Sammler Daniel Spoerri, der im Alter von 94 Jahren gestorben ist. Er hat das Stilleben noch einmal ganz neu interpretiert: "Die Begriffe von Werk und Kunst waren noch einmal in den Zeitfluss der Gegenwart geraten, als Spoerri, im Zuge von Fluxus, Objet trouvé und der Wiederentdeckung von Marcel Duchamp, eine Idee hatte, die ihn unwiderruflich in die Register der Kunstgeschichte eintragen sollte. Die Hinterlassenschaften von gemeinsamen Mahlzeiten fixierte der junge Künstler mit Kleber auf der Tischplatte, kippte sie in die Vertikale und hängte sie an die Wand. 'Fallenbilder' nannte Spoerri diese arretierten Augenblicke ausgelassener, inspirierender, glücklicher Zusammenkunft, die er alsbald auch planmäßig arrangierte."
In der SZ erinnert Peter Richter daran, welchen Einfluss das Theater auf Spoerris Kunst hatte: "Spoerri, der unter dem Namen Daniel Isaak Feinstein 1930 in Rumänien zur Welt gekommen war, der nach dem Tod des Vaters in einem Pogrom 1942 von einem Onkel in der sicheren Schweiz adoptiert wurde und zunächst klassisch ausgebildeter Balletttänzer war, war dann für eine Weile auch Regieassistent am Theater in Darmstadt. Er war also eher von den performativen Künsten geprägt, von Dingen, die sich im Hier und Jetzt entfalten. Aber Spoerri war eben offensichtlich auch von dem alten faustischen Wunschtraum getrieben, die Schönheit eines flüchtigen Augenblicks irgendwie festzuhalten. Er tat das dann denkbar buchstäblich." In der NZZschreibt Kerstin Stremmel zum Tod Spoerris. Weitere Nachrufe in FR, Tagesspiegel und Monopol.
Andrea Pichls "Wertewirtschaft" ist die erste Sonderausstellung einer DDR-Künstlerin im Hamburger Bahnhof, und diese Ausstellung kann sich wirklich sehen lassen, versichert Tom Mustroph im Tagesspiegel: "Pichl geht es um die Piefigkeit des DDR-Dekors. 'Das waren die Gestaltungsvorlieben von Erich Mielke. Die unterschieden sich aber nicht besonders von denen des angepassten DDR-Bürgers. Wir finden die gleichen Vorhänge, die gleichen Tapeten wie in der Stasizentrale auch in den Plattenbauten', sagt sie Tagesspiegel. Das Dekor aus der Lichtenberger Stasizentrale hat sie abgezeichnet. Blumenornamente überwiegen auch hier, dazu Details aus dem Arbeitszimmer von Mielke. Besonderes Fundstück ist eine Zeichnung, in der aufgemalt ist, wie das Frühstück für ihn angerichtet werden soll: Links das Tablett mit Kaffee und Milch, zentral auf dem Teller ein Ei, links eine Serviette, rechts Messer und Löffel, oben Brot, daneben Marmelade. Sieht man vom Ei und der Serviette ab, so ähnelt die karge Komposition der Gegenstände den Essenstabletts, die in den Untersuchungshaftanstalten unter Mielkes Ägide durch die Luke geschoben wurden."
Elfriede Lohse-Wächtler: Die Zigarettenpause (Selbstporträt), 1931, Privatsammlung Hamburg; Foto: Privatbesitz Elfriede Lohse-Wächtler: Die Zigarettenpause (Selbstporträt), 1931, Privatsammlung Hamburg; Foto: Privatbesitz
Die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler gilt vor allem als bedeutende Vertreterin der "Neuen Sachlichkeit", weiß FAZ-Kritiker Wolfgang Krischke. Dass ihr Werk aber "stilistisch und motivisch in seiner Vielfalt weit über deren Bildsprache hinausgeht", kann er in der Ausstellung "Ich, als Irwisch" im Hamburger Barlach Haus beobachten. 1932 wurde Lohse-Wächtler nach einer Schizophrenie-Diagnose in eine Heilanstalt eingewiesen, wo sie unermüdlich weitermalte, berichtet Krischke. 1940 wurde sie im Zuge des Euthanasieprogramms von den Nazis ermordet. Die Kuratoren setzen in Hamburg einen "Kontrapunkt" und präsentieren die Bilder nicht dem biografischen Lebensweg folgend, sondern "nach Sujets wie 'Selbstbildnisse', 'Warteräume', 'Paare' ... gruppiert", so Krischke. "Höhepunkte erlebt der Besucher gleich im ersten Raum mit Selbstbildnissen, die Lohse-Wächtler als stilistisch virtuose Inszenatorin ihrer selbst zeigen - vom mondän-irisierenden 'Selbstporträt mit Schatten' über die expressive 'Zigarettenpause (Selbstporträt)' bis zur in fahlen Farben gehaltenen 'Absinth-Trinkerin' mit wirrem Haar und aufgedunsenen Gesichtszügen."
Weiteres: Hanno Rauterberg fährt für die Zeit ins Kunstmuseum Wolfsburg und bekommt mit den Werken von Leandro Erlich gleich ein wenig bessere Laune. Philipp Meier schreibt in der NZZ den Nachruf auf den Schweizer Fotografen Rolf Schroeter.
Picasso, The Dream and Lie of Franco, 1937, Ausschnitt Picasso-Ausstellungen gibt es viele, aber seine Drucke werden selten gezeigt. Jonathan Jones bespricht im Guardian die Schau "Picasso: Printmaker" im British Museum, London und stößt auf Arbeiten, in denen der Künstler vor keiner Provokation zurück schreckt. Zum Beispiel der Comicstrip "The Dream and Lie of Franco", der sich den Untaten des Diktators widmet: "Eine Frau schreit in den Himmel, während ihr schwarze Tränenfalten über das Gesicht laufen. Eine Mutter rennt mit ihrem Baby im Arm aus dem Haus, und die fürchterliche Art, wie sein Kopf mit offenem Mund und leeren Augen nach unten hängt, verrät, dass das Kind tot ist. Dieses erschütternde Bild der Trauer wird in 'Guernica' auf epische Maße vergrößert. Es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Picassos Grafiken und seinem Antikriegsbild: beide sind schwarz-weiß. Picasso ist im Medium der Druckgrafik in seinem Element, weil es alles auf das Wesentliche reduziert - auf schwarze Linien auf weißem Papier."
Weitere Artikel: Saskia Trebing fragt sich in monopol, warum die Kunst Donald Trump in dessen Zeit als Präsident so wenig entgegenzusetzen hatte. In den Niederlanden wurde möglicherweise ein Warhol-Dieb geschnappt, gibt der Standard durch.
"Noch nie gab es in Italien so viele Ausstellungen über den Futurismus in öffentlichen Museen und privaten Galerien wie in diesem Jahr", hält Karen Krüger in der FAZ fest. Er droht damit zum "Aushängeschild" der Rechten zu werden: "Tatsächlich hat das Kulturministerium von Giorgia Meloni den Scheinwerfer auf den Futurismus gerichtet, schon kurz nachdem die rechtsgerichtete Regierung im Oktober 2022 ihre Arbeit begann. Es war sofort klar, dass man dem Futurismus wieder neues politisches Gewicht beimisst." Der ehemalige Kulturminister Sangiuliano attestierte ihm laut Krüger "'eine Idee von Modernität, die aus dem Alten, aus der Vergangenheit kommt'. Zusammen mit dem damals noch von Giuli geleiteten MAXXI-Museum werde man eine 'neue italienische Vorstellungswelt' erschaffen." In Kürze eröffnet die von Sangiuliano angekündigte Ausstellung "Die Zeit des Futurismus" in der Galleria Nazionale d'Arte Moderna in Rom. Krüger "kann nur hoffen, dass der Futurismus nicht auf die italienische Identität festgelegt werden soll".
Besprochen wird eine Ausstellung von Noah Davis im Kunsthaus Minsk (Tsp).
In der wochentazgibt Carmela Thiele Einblicke in die Ausstellung "Fellow Travelers. Kunst als Werkzeug, die Welt zu verändern" im ZKM Karlsruhe, in dem vor allem "politisch" engagierte Werke, unter anderem vom Konzeptkünstler Renzo Martens zu sehen sind. Mitkuratiert hat die Schau die kubanische Künstlerin Tania Bruguera (unser Resümee), die in einem Video zusammen mit dem neuen ZKM-DirektorAlistair Hudson erklärt, was sie politische Kunst ausmachen sollte: "Im spanischen útil stecke nicht nur der Aspekt des Nützlichen, auch das Wort Werkzeug. Gemeint ist also Kunst als Tool, um verhärtete Strukturen aufzulösen, Missstände zu beheben. 'Ethisch und ästhetisch' solle sie sein, sind sich Hudson und Bruguera einig." Nichts gegen Kunst, die die Welt verändern will, findet Thiele. Es ist aber Vorsicht geboten: "Politischer Aktivismus von Kunstschaffenden, etwa die Forderung von der Gruppe Art Not Genocide Alliance (ANGA), Israel aufgrund des Kriegs in Nahost von der diesjährigen Biennale von Venedig auszuschließen, bedient sich ausschließlich der Mittel des Protests. Das kann man machen, ist aber keine Kunst. Hier zumindest lässt sich eine rote Linie ziehen, um sich in dem unübersichtlich gewordenen Feld künstlerischer Einmischungen noch ein paar letzte Elemente autonomer, freier Kunst zu bewahren."
Außerdem: Laura Helena Wurth unterhält sich für die FAS mit den zwei Freiwilligen Gaby Frey und Luca Klett, die in der Zürcher Retrospektive Marina Abramovics Performance "Imponderabilia" nachstellen: Sie stehen also nackt in einem Türrahmen, die Besucher müssen sich an ihnen vorbeischieben. Besprochen wird die Ausstellung "Country bin pull'em" im Weltkulturen Museum Frankfurt (FR), eine Ausstellung mit Werken der Finalisten des Losito-Kunstpreises in di Galerie in Berlin (tsp), die Ausstellung "This is feeling all of it" mit Werken von Ryan Gander in der Galerie Esther Schipper in Berlin (tsp) und die Ausstellung "Eccentric - Ästhetik der Freiheit" in der Pinakothek der Moderne in München (tsp).
Adrian Ghenie, Weltwehmut 1, 2024. Foto: Infinitart Foundation
Karoline Heinzl wandert in der Wiener Albertina maßvoll inspiriert durch eine Ausstellung des rumänischen Künstlers Adrian Ghenie, der sich von den "Schattenbildern", den verloren gegangenen Bilder Egon Schieles, von denen einige nur durch ein paar Fotografien dokumentiert sind, hat inspirieren lassen. Nur dass er seine Figuren noch stärker zergliedert als Schiele, erzählt sie in der FAZ: "Schon Schieles Figuren entsprangen keinem Naturalismus und entsprachen noch seltener der 'Realität': Meist äußerst hager, wirken die Extremitäten oft insektenhaft. Ghenie scheint diese Evolution des Grauens im 21. Jahrhundert um einen weiteren Faktor zu erweitern, namentlich die Technologie. Laptops, Smartphones, moderne Laufschuhe und andere Insignien der Jetztzeit finden sich in den Gemälden wieder. Ghenies Werke spiegeln damit nicht nur den Grundgedanken Schieles wider, nach dem man manchmal suchen muss, sondern auch wie bei diesem eine verzerrte Darstellung der Gegenwart. Er erweitert den menschlichen Körper damit um die Komponente der technologischen Entwicklung; das Smartphone wird zu einem eigenen Körperteil."
Weitere Artikel: Ebenfalls in der FAZ kann Hubertus Butin nachvollziehen, warum die Beratende Kommission NS-Raubgut keinen Grund sah, zwei Bremer Bilder George Grosz' an dessen Nachfahren zu restituieren.
Besprochen werden Egidio Marzonas Sammlung an Künstlerbüchern in der Neuen Nationalgalerie Berlin (Tsp), Folke Köbberlings Ausstellung "Mash & Heal" im Stadtraum München (taz) und Cordula Ditz' Video-Installation "They Speak to Us in Dreams" im Kunsthaus Hamburg (taz).
Weitere Artikel: Die im Jahr 1989 von dem unabhängigen Kurator Andrej Jerofejew in Moskau gegründete Abteilung für zeitgenössische Kunst wird nun der neu gegründeten Abteilung für russische Kunst des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts der Tretjakow-Galerie zugeschlagen, berichtet der ukrainische Kunsthistoriker Konstantin Akinsha in der FAZ: Diese bewacht die 72-jährige Natalja Alexandrowa, eine "Spezialistin für den sozialistischen Realismus, der in Putins Russland zu neuen Ehren kommt". Die Beratende Kommission NS-Raubgut hat der Freien Hansestadt Bremen empfohlen, zwei Gemälde von George Grosz nicht an die Erben zu restituieren, meldet Birgit Rieger im Tagesspiegel: Grosz habe die Bilder "Pompe Funèbre" von 1928 und "Stillleben mit Fisch und Muschel" (auch Stillleben mit Okarina) von 1931 wegen zu hoher Schulden weggegeben, argumentiert die Kommission.
Besprochen werden eine Ausstellung im Kurhaus Kleve des von den Nazis als "entartet" verfemten Bildhauers Ewald Mataré, der mit seinen avantgardistischen Skulpturen für Soldatenfriedhöfe, Kirchenausstattungen und Brunnen in der BRD eine zweite Karriere starten konnte (taz), die Noah-Davis-Ausstellung im Kunsthaus Minsk in Potsdam (Tagesspiegel, mehr hier), die Albert-Oehlen-Ausstellung "Computerbilder" in der Hamburger Kunsthalle (SZ) und eine MarinaAbramovic-Retrospektive im Kunsthaus Zürich (NZZ).
Neda Saeedi, Two Shades of Green, 2021, Ausstellungsansicht. Unterstützt von der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, Courtesy the artist, Neda Saeedi, Kunsthalle Tirol, 2024. Foto: Günter Kresser
Schön, aber auch abgründig und in der Tendenz gesellschaftskritisch sind die Installationen der iranisch-deutschen Künstlerin Neda Saeedi, freut sich Ivona Jelčić im Standard, die die Saeedi gewidmete Ausstellung "in fire yet we trust" in der Kunsthalle Tirol besucht. Zum Beispiel die Arbeit "Two Shades of Green": "Der gläserne Garten, den Neda Saeedi in der Kunsthalle im Innsbrucker Taxispalais angelegt hat, ist zwar an die Idee des Paradiesgartens angelehnt, aber er ist schockgefroren: Die Pflanzen sind in künstlicher Perfektion erstarrt, die als Einfriedung dienenden Gartendarstellungen sind ihrer Farbigkeit beraubt und auf schlichte geometrische Formen aus kaltem Stahl reduziert. Die auf Glastischen arrangierten Schneekugeln halten kleine grüne Männchen gefangen, die sich als Avatare aus einem Videospiel entpuppen. 'Echte' Natur? Sprießt einzig und allein aus einer Ecke des Ausstellungsraums, es handelt sich um ein getrocknetes Büschel Unkraut."
Anna und Bernhard Blume, Mahlzeit, Ausschnitt. Courtesy Buchmann GalerieAngeregt flaniert Hannes Hintermeier für die FAZ durch zwei Fotoausstellungen in der Kunsthalle Krems. Gabriele Engelhardt zeigt in ihrer Serie "Kremser Berge" für die Kamera arrangierte Schrotthaufen. Die Arbeiten von Anna und Bernhard Blume hingegen nehmen in "Komplizenschaften (A=B)" geschickt und ohne Angst vor großen Gesten die kleinbürgerliche Lebenswelt aufs Korn: Das "traute Heim entpuppt sich als abgründig. So sieht man in der achtteiligen Serie 'Mahlzeit' (1985/86) die Blumes in unscharfen Aufnahmen wie geknebelt mit einem Styroporwürfel im Mund. Auch der Titel der Arbeit ist aus Styroporbuchstaben geformt, und allzu groß ist die Begeisterung über die Plastiknahrung offensichtlich nicht - Bernhard Blume speit die Hartschaumteile in großem Bogen wieder aus. In 'Küchenkoller' aus dem gleichen Jahr jongliert Anna Blume mit Dutzenden Kartoffeln und einem Sieb, bis sie samt Küchenstuhl nach hinten kippt."
Besprochen werden außerdem die Schau "Act I: In-Between-Space" in der Galerie 1-06 Berlin (taz Berlin), eine Dora-Hitz-Ausstellung in der Berliner Villa Liebermann (Tagesspiegel), die dem Zeichner Dieter Goltzsche gewidmete Schau "Ohne Bitterstoffe" in der Berliner Galerie Amalienpark (BlZ) und Hito Steyerls Ausstellung "Normalität" im Heidelberger Kunstverein(monopol).
Helena Uambembe: "Standard Issue (A meditation on things we do not care), 2024. Installationsansicht Kunsthalle Bremen. Foto: Carolin Weinkopf / Kulturkreis der deutschen Wirtschaft Ihre Kunst soll alle Sinne erreichen, erfährt Jonathan Guggenberger in der taz von der südafrikanischen Künstlerin und Tochter eines angolanischen Soldaten Helena Uambembe, der die Kunsthalle Bremen anlässlich der Auszeichnung mit dem Ars Viva Preis eine Ausstellung widmet. Guggenberger selbst fährt dann doch lieber mit Derrida und Freud das große Besteck auf, um Uambembes Werke zu erläutern: "In 'Das Unbehagen in der Kultur' schildert der Psychoanalytiker einen Spaziergang durch Rom. Was er an der römischen Architektur erkennt: Geschichte gestaltet sich in 'Schichten' - genauso die menschliche Psyche. Eine architektonische Epoche legt sich über die andere, eine Erfahrung über die nächste, und verändert die Oberfläche. In Werkserien wie 'Commander Nel's Archive' (2020) oder 'Ghost of my Parents Past' (2018/19) sind es Foto- und Lithografien archivarischer Bilder, die Uambembe neu beschichtet. Mit Zeichnungen, Beschriftungen oder Scherenschnitten des eigenen Körpers. Es sind Fotos aus Kolonialarchiven, schwarz-weiße Bilder, die Momente der Geschichte des Bürgerkriegs in Angola zeigen. Ein Krieg, der mit Unterbrechungen von 1975 bis 2002 andauerte. Uambembe versucht sich einzuschreiben in diese Momente, 'Interventionen in Geschichte' nennt sie das. Man könnte auch sagen: Eine postkoloniale Aneignung der eigenen Geschichte, die immer auch eine der Fremdherrschaft, der Entfremdung ist."
Weitere Artikel: In der tazberichtet Jürgen Gottschlich von einer Petition, initiiert von Zahi Hawass, ehemaliger Direktor der Ägyptischen Antikenverwaltung, und unterzeichnet von inzwischen 21.000 Menschen im In- und Ausland, die fordert, die Nofretete von Berlin ins neue Pharaonenmuseum in Kairo zu schaffen.
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