
Der britische Journalist Henry Porter
schlägt Alarm: Die britische Regierung unter Tony Blair beschneide nahezu unwidersprochen im Zuge der Terror-Bekämpfung die
individuelle Freiheit, hebele die
Rechte des Parlaments aus und leite die "totale Überwachung der Gesellschaft" in die Wege: "Das Recht auf ein Geschworenen-Verfahren wurde bei komplizierten Betrugsfällen abgeschafft, aber auch, wenn die Gefahr besteht, dass die Jury beeinflusst werden könnte. Das Recht, nicht zweimal für das gleiche Vergehen angeklagt zu werden - das Recht des doppelten Risikos - existiert nicht länger. Die
Unschuldsvermutung wurde verwässert, vor allem in den Gesetzen zum
antisozialen Verhalten, die jetzt auch Hörensagen als Beweis zulassen. Das Recht, nicht bestraft zu werden, solange ein Gericht nicht festgestellt hat, dass ein Gesetz gebrochen wurde, ist mit dem System von Kontrollanweisungen abgeschafft worden, nach dem ein Terrorverdächtiger daran gehindert werden kann, sich frei zu bewegen und Telefon oder Internet zu benutzen, ohne dass ihm erklärt, welche Beweise gegen ihn vorliegen." Und warum gibt es keine Proteste? Dazu zitiert Porter
Shami Chakrabarti, die Leiterin der Bürgerrechtsorganisation
Liberty: "Wenn man einen lebenden Frosch in einen Topf heißes Wasser werfen, wird er vernünftigerweise rausspringen und sich retten. Wenn man ihn in kaltes Wasser legt und dieses langsam zu Kochen bringt, wird er im Topf bleiben und sterben."
Weiteres:
Christopher Hitchens erzählt in einem ziemlich lustigen Text, wie der
Blow-Job zum Inbegriff des amerikanischen Sexlebens werden konnte, und scheut dabei auch keine Kalauer ("No, darling. Suck it. 'Blow' is a mere figure of speech"). Und Craig Unger
erklärt noch einmal anhand des angeblichen Uranhandels zwischen dem Irak und Niger, wie
Schwarze Propaganda funktioniert.