Zitat des Tages"Jeder Soziologe sollte sicherheitshalber auch Zoologie studieren." (Justus
Vogt)
Heute u. a.:
Medien-MitmachpolitikLänder rufen Bürger zur Mitarbeit am neuen Medienstaatsvertrag auf(
turi2) - Die Bundesländer rufen die Bürger auf, Vorschläge zum neuen Rundfunkrecht zu machen. Noch bis zum 26. August kann jeder über eine Plattform Ideen an die Rundfunkkommission richten. Das Land Rheinland-Pfalz, das die Medienpolitik der Länder koordiniert und die Plattform betreibt, unterteilt die Anregungen in die drei Themenfelder "Rundfunkbegriff", "Plattformregulierung" und "Intermediäre".
Bildungspolitik im Geist der AufklärungLesen ist eine unverzichtbare Kulturtechnik(
dlfk) - Jugendliche, die kaum noch lesen können, Verlage, deren Umsätze einbrechen - Deutschland schafft gerade das Lesen ab, beklagt Susanne Gaschke. Die Journalistin fordert eine Bildungspolitik im Geist der Aufklärung. Die brauche keinen Digitalpakt, sondern eine Leseoffensive.
Saarländischer Rundfunk kapituliert vor Facebook-Mob(
üm) -Als der Saarländische Rundfunk (SR) einen einminütigen Bericht über eine Demo zur Seenotrettung auf Facebook stellte, ergoss sich dort ein Schwall unschöner Kommentare. Der Sender wusste sich nicht anders zu helfen, als den Beitrag komplett zu löschen und wird dafür nun vom Veranstalter der Demo kritisiert: "Eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt darf der kleinen lauten Gruppe digital organisierter Rechter nicht so nachgeben. Keine Debatte ist unmoderierbar."
Wie dpa Eilmeldungen vor Twitter-Fakes schützt(
kress) - Fake-Tweets sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Zuletzt gelang "Titanic"-Redakteur Moritz Hürtgen ein Scoop: Mit seinem verifizierten Twitter-Account, aber neuem Profilnamen "HR Tagesgeschehen" meldete er Mitte Juni den Bruch der Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU. Mehrere Medien - darunter die Nachrichtenagentur Reuters - fielen darauf herein. Die dpa hat nun reagiert.
Ist der Guardian auf dem Weg zum Online-only-Titel?(
wuv) - Der renommierte britische Zeitungsklassiker "Guardian" ist nun auf eine Auflage von 138.000 geschrumpft und verkauft damit weniger Exemplare als so manche Lokalzeitung in Deutschland.
Zerstört das Handy die Lust am Buch?
Ist das Buch ein Auslaufmodell?(
dlf) Millionen Leser haben sich vom gedruckten Buch verabschiedet und lesen gar nicht mehr, so eine Studie des deutschen Buchhandels. Schuld ist die digitale Überforderung im Alltag durch das Smartphone. Die Menschen fühlen sich vor allem von den sozialen Medien gestresst. Zerstört das Handy die Lust am Buch?
Abzock-FachzeitschriftenWie groß ist das Problem?(
bb) -Derzeit läuft eine lebhafte Diskussion über Abzock-Fachzeitschriften - also selbsternannte wissenschaftliche Fachzeitschriften, die zwar vorgeben, den üblichen Qualitätsstandards des "Peer review" zu folgen, aber die in Wirklichkeit gegen Gebühr jeden Mist veröffentlichen.
Fake Science
Pseudojournale "nicht wirklich lösbar"(
dlfk) - In vielen Fällen sei es schwierig, seriöse Verlage von unseriösen sogenannten Raubverlagen zu unterscheidet, sagte Clara Ginther von der Universität Graz im Dlf. Auch seien die Herausgeber rechtlich kaum erreichbar. Wichtig sei es, junge Forscher früh vor diesen Gefahren des Publizierens zu informieren. Clara Ginther im Gespräch mit Arndt Reuning
Mutti macht MoneyAlphabet legt trotz Kartellstrafe für Google starke Zahlen vor.(
turi2) -Google-Mutter Alphabet legt auch im 2. Quartal weiter zu und steigert den Umsatz um 26 % auf 32,7 Mrd Dollar. Der Internetriese übertrifft damit die Erwartungen von Experten, die einen Umsatz von knapp 32,2 Mrd Dollar prognostiziert hatten. Die in der vergangenen Woche von der EU verhängte Kartellstrafe gegen Google in Höhe von 5 Mrd Dollar schmälert jedoch den Gewinn auf 3,2 Mrd Dollar, ein Minus von 9,3 % im Vergleich zum Vorjahr.
Trump, Seehofer und Co.
"Sie lügen einfach weiter"(
fr) - Politiker sagen nicht immer die Wahrheit. Das ist nicht neu. Aber inzwischen schämen sie sich nicht mal mehr dafür. Die Analyse in der FR.
E-Commerce ChinaAmazon hat in China nichts zu melden(
stat) - Im Westen ist Amazon die unangefochtene Nummer 1. In China ist der Online-Riese aus Seattle dagegen ein Zwerg. Das geht aus aktuellen Zahlen des Marktforschungsunternehmens eMarketer hervor. Obwohl Amazon schon seit 2004 im Reich der Mitte aktiv ist, kommt das Unternehmen dort nur auf einen Marktanteil von 0,7 Prozent. Der mit Abstand größte Anbieter ist Alibaba (58,2 Prozent), vor JD.com (16,3 Prozent). Letzterer will nun auch nach Europa und Deutschland expandieren. "Mir geht es nicht mehr nur darum, Produkte von Deutschland nach China zu verkaufen. Ich möchte auch Produkte in Europa verkaufen." So Unternehmensgründer Richard Liu.
Kein Facebook mehr Schöffling & Co. verweigert sich "
Solange es zur offiziellen Politik von Facebook gehört, dass der Holocaust geleugnet werden darf, weil Mark Zuckerberg glaubt, dass man damit nicht "absichtlich falsch liege", solange wird der Verlag Schöfflling & Co. sämtliche Aktivitäten auf Facebook und allen dazugehörenden Netzwerken einstellen. Das Leugnen des nationalsozialistischen Völkermords an mehr als 6 Millionen europäischen Juden ist Ausdruck eines Antisemitismus, gegen den wir uns entschieden stellen. Die Erinnerung an die Opfer darf niemals einem falsch verstandenen Liberalismus preisgegeben werden."