Das
Ebook ist laut den Zahlen des Börsenvereins nicht gerade ein Renner. Die Zahlen steigen kaum, berichtet Sarah Obertreis auf den Wirtschaftsseiten der
FAZ. Sie zitiert aber auch den Experten
Rüdiger Wischenbart (der lange den
"Virtualienmarkt" im
Perlentaucher schrieb), der bestreitet, dass ein
Ebook und ein Buch überhaupt dasselbe sind. "Stattdessen plädiert er dafür, das E-Book überhaupt nicht mehr mit dem gedruckten Buch zu vergleichen. 'Wann besiegen die
Nägel die
Schrauben? Das ist für mich die falsche Frage', sagt er und meint damit: E-Book und gedrucktes Buch werden immer seltener in
denselben Situationen genutzt. Stattdessen heben sich die Leser die Kartoffelknödel-Krimis für ihren E-Reader in der U-Bahn auf und lesen den neuen Knausgård als gebundene Ausgabe am Strand."
Für
britische Künstler ist der
Brexit - und damit das Ende der EU-Personenfreizügigkeit - ein Riesenproblem,
berichtete Benjamin Triebe gestern in der
NZZ. Sie brauchen jetzt "
europäische Arbeitsvisa und müssen sich an neue Regeln halten. Der Aufwand ist enorm. Durch die Pandemie sind Reisen auf den Kontinent ohnehin fast zum Erliegen gekommen. Aber mit den sich abzeichnenden Öffnungen werden nun jene Probleme real, die bereits theoretisch erschreckend waren. Allein die britische Musikindustrie erwirtschaftet pro Jahr knapp 6 Milliarden Pfund und schafft mehr als 100 000 Arbeitsplätze. Der Berufsverband Incorporated Society of Musicians (ISM) schätzt, dass 44 Prozent der britischen Musiker
bis zur Hälfte ihres Einkommens mit Auftritten in der EU erzielten. 'Es gibt in Großbritannien nicht genug Arbeit', sagte die ISM-Chefin Deborah Annetts Ende Juni bei einer Anhörung der UK Trade and Business Commission."