Die Konzern-Verlage Randomhouse, Holtzbrinck (Kiepenheuer & Witsch, Rowohlt, Fischer) und Bonnier (Piper, Ullstein) trauen sich nicht auf die
Frankfurter Buchmesse. Nun aber kann die Buchmesse auch Beteiligungen bekannt geben,
meldet buchreport.de: "Die Verlage
Aufbau,
C.H. Beck,
Klett-Cotta und
Suhrkamp haben ihre Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Ein Konzept für einen gemeinschaftlichen Messestand sei in Kooperation mit der Buchmesse entwickelt worden."
Verleger "
wollen ihr Geld", berichtet Georg Giersberg auf den Wirtschaftsseiten der
FAZ und verweist auf einen offenen (aber offenbar nicht netz-öffentlichen) Brief wichtiger deutscher Verlage von Aufbau über Rowohlt bis C.H. Beck an Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Sie wollen einen Anteil aus den
Ausschüttungen der VG Wort zurückhaben - diese Ausschüttung war zwar jahrzehntelang Praxis, aber deutsche und europäische Gerichte hatten geurteilt, dass Verlag kein Urheberrecht haben (
Martin Vogel hatte dies erstritten, mehr
hier). Innerhalb der
EU-Urheberrechtsreform war es den Verlagen gelungen durchzusetzen, dass sie wieder einen Anteil bekommen, nur hapert es jetzt mit der Umsetzung in deutsches Recht, so Giersberg: "Für bekannte Publikumsverlage wie Rowohlt oder Piper geht es um einen mittleren sechsstelligen Betrag im Jahr, für viele Verleger kleiner Häuser geht es um den
Unternehmerlohn des Inhabers. Seit der Aussetzung der Ausschüttungen hätten einige wenige Verlage aus diesem Grund
ihre Existenz verloren, heißt es. Das kann aber nicht belegt werden."