Berthold Seliger, selbst Veranstalter und Agent,
schildert bei
Telepolis die Schwierigkeiten der
Kulturbranche mit Covid 19, die sich für einige schon zur
Katastrophe ausgewachsen haben. Nicht für die
ganz großen wie Eventim und nicht für die
subventionierten, denen vom Staat unter den Arm gegriffen wird. Sehr wohl aber für die privaten und mittelständischen. Nur ein Aspekt: "Die etwa
700.000 soloselbständigen Kulturarbeiter*innen - also zum Beispiel Bühnenarbeiter*innen, Stagehands, Securities, Roadies, Catering-Kräfte, Tourmanager*innen, Busfahrer*innen oder Ton-, Licht- und Backline-Techniker*innen - erfahren
praktisch keine Unterstützung und müssen sich mit Hartz-IV durchschlagen. Je länger der Konzert-Shutdown im Bereich der Zeitkultur andauert, desto mehr dieser Kulturarbeiter*innen werden sich andere Jobs suchen müssen und in Zukunft der Konzertszene nicht mehr zur Verfügung stehen und somit das Veranstalten von Konzerten erschweren, wenn nicht unmöglich machen."
Etwas ängstlich blickt Lothar Müller (
SZ) auf die
Frankfurter Buchmesse, die in diesem Jahr nur digital stattfinden wird: "In der diesjährigen Special Edition können die internationalen und heimischen Verlage testen, wie gut der
Rechtehandel, der ohnehin nicht auf die Tage in Frankfurt beschränkt ist, auf den von der Messe entwickelten
digitalen Plattformen oder in unmittelbarer Fernkommunikation funktioniert. Nicht unwahrscheinlich, dass sie, wenn im kommenden Jahr
wieder Präsenzmesse sein kann, geschrumpft sein wird. Für die Verlage ist die Buchmesse als Präsenzmesse nicht zuletzt ein
Kostenfaktor, nicht nur wegen der Stand-, sondern auch wegen der Hotelkosten."