Eine ziemlich krasse These
entwickelt Philipp Oehmke in
Spiegel online zur Affäre um einen Meinungsredakteur der
New York Times, der nach dem Ärger über den Gastartikel eines Trump-Anhängers gegangen ist (unser
Resümee). Die Idee eines
neutralen Journalismus, der andere Standpunkte zulasse, sei im Trump-Zeitalter obsolet, so Oehmke. Und mehr noch: "Das Scheitern der sogenannten
Mainstream-Medien an Donald Trump und seinen Anhängern liegt
genau darin begründet. Donald Trump konnte überhaupt nur gewählt werden, weil die
New York Times oder der Nachrichtensender
CNN mit ihrem Anspruch auf journalistische Fairness den
abstrusesten Faktenverdrehungen immer wieder Raum gegeben haben."
In der
NZZ schreibt Sarah Pines: "
Ausmerzen,
wegmachen, statt die Konfrontation und den Austausch zu suchen. Aber die Demokratie, sie braucht doch die Öffentlichkeit, die Debatte, den Konflikt?
Pustekuchen!, schreit die innere Stimme beim Anblick der von Hashtags und
selbstgerechten Anklagen dominierten Medien in einem Amerika, das seine Geschichte lieber ins Wasser wirft, statt sich mit ihr auseinanderzusetzen und zu sagen: Ja, so war es halt."