In krassen Worten
greift der alte linke Säkularist
Paolo Flores d'Arcais in
Micromega die Priester der katholischen Kirche als die "
neuen Sadisten des Glaubens" an: "Die UNO hat alle Regierungen der Länder, in denen die
Zika-Epidemie wütet, gebeten, Abtreibungen aus medizinischen Gründungen zu gestatten. Das ist wirklich das mindeste. Einmal erfüllen die oft so überflüssigen Vereinten Nationen die Pflicht, für die man sie einst erschuf. Aber die
brasilianische Bischofskonferenz hat schon nein gesagt, das Leben ist
heilig, wie weit die Missbildungen und Leiden auch immer gehen mögen..."
Ob die
Mikrozephalie tatsächlich vom Zika-Virus ausgelöst wird, ist zwar noch unklar, aber eine Häufung der Fälle wird in Brasilien und anderen Ländern Südamerikas beobachtet (wenn auch noch nicht alle Fälle verifziert sind),
berichtet Ilpost.it.
Abtreibungen würden in der Tat in den meisten Ländern Südamerikas schwierig: In Kolumbien etwa "sind Abtreibungsklinken kaum zugänglich..., und die illegalen Abtreibungen sind nach wie vor weit verbreitet (etwa 450.000 im Jahr, die illegale Abtreibung ist eine Hauptursachen der Mortalität schwangerer Frauen, sagt Human Rights Watch). In vielen anderen Ländern Südamerikas, in denen sich das Zika-Virus schnell verbreitet, ist Abtreibung
illegal oder sehr stark limitiert." Der
Guardian liefert Hintergrundinformationen und eine Karte zum Thema Abtreibung in Südamerika.