Auf
Zeit online porträtiert Thomas Trescher den Wiener Kybernetiker und AI-Forscher
Robert Trappl, leider ohne groß auf seine konkrete Arbeit einzugehen. Soviel steht jedenfalls fest nach der Lektüre: Ein Apokalyptiker ist er nicht. "Heute steht AI auch als Synonym für eine Bedrohung, welche
die Menschheit auslöschen könnte. Davor warnt der Physiker Stephen Hawking ebenso wie die Silicon-Valley-Milliardäre Bill Gates und Elon Musk. 'Alles
keine AI-Forscher', sagt Trappl, der ausrückt, um die Maschinen zu verteidigen. Trappl ist die Mensch gewordene Gegenthese zu den apokalyptischen Szenarien. Eine Superintelligenz, die - wie vom Philosophen Nick Bostrom postuliert - ein posthumanes Zeitalter einläutet, fürchtet er nicht. 'Ich weiß nicht, wie das gehen sollte. Den Leuten, die das glauben, sage ich immer, sie sollen an den
Zoo in Schönbrunn spenden. Damit der gut ausgestattet ist, wenn wir Menschen dort von den Robotern besucht werden.'"
Im Silicon Valley hat
AI jetzt eine Kirche. Way of the Future heißt sie, ihr Gott ist eine künstliche Intelligenz und ihr Gründer ist
Anthony Levandowski,
berichtet auf
Zeit online Patrick Beuth, der eine
Reportage dazu in
Wired gelesen hat. "'Wir reden nicht von einem Gott, der Blitze oder Wirbelstürme auf die Erde schickt. Aber wenn etwas
eine Milliarde mal klüger ist als der klügste Mensch, wie soll man es anders nennen?', fragt er den
Wired-Journalisten rhetorisch. So ein System werde 'garantiert' entstehen. 'Was wir wollen, ist die friedliche,
gelassene Übergabe der Kontrolle über den Planeten vom Menschen an Was-auch-immer. Und wir wollen sicherstellen, dass dieses Was-auch-immer weiß, was es uns Menschen zu verdanken hat.'" (Warum, soll er etwa dankbar sein?)