Der Kampf um Rohstoffe auf dem
Mond hat begonnen, berichtet Michael Pilz in der
Welt.
Jeff Bezos betreibt ein Start-up namens Blue Origin,
Elon Musk von Tesla plant mit Spaces seine eigene Mondfahrt und auch Luxemburg sichert sich qua Gesetz
Rohstoffrechte, informiert Pilz und erklärt warum: "Ohne Yttrium, das im System der Elemente weiter oben steht, aber als seltene Erde gilt, obwohl es häufiger als Blei vorkommt, wären die Farben unserer Bildschirme weniger satt. Damit ließe sich leben. Ohne die Magneten aus Dysprosium, Neodym und Praseodym bald nicht mehr. Ohne sie gäbe es
keinen Strom aus Windmotoren. Ohne sie fährt kein Elektroauto, jedenfalls nicht schnell und weit, wie Tesla mit seinem magnetfreien Hybridmobil gerade beweist. Ohne die seltsamen Metalle blieben unsere Telefone, unsere Faustkeile im 21. Jahrhundert, schwarz und stumm. Ohne die seltenen Erden keine schöne
smarte,
grüne Welt als einzige, die uns noch bleibt."
"Mischt euch ein!"
ruft Marc Tribelhorn in der
NZZ den
Wissenschaften in postfaktischen Zeiten zu - trotz und gerade wegen der oft wenig fundierten Kritik von antiintellektueller Seite: "Irritierenderweise spielt die jeweilige Argumentation der Experten in den Debatten oft eine geringere Rolle als deren vermeintliche Gesinnung. Als wissenschaftlich gilt damit nicht mehr, was die Fachdisziplin als solches definiert, sondern was einzelnen Kreisen
politisch genehm ist. Die
Ideologisierung und die Polarisierung haben mittlerweile groteske Ausmaße angenommen. Provokative Wissenschafter werden systematisch angefeindet und
an den Pranger gestellt."
Ebenfalls in der
NZZ warnt der Physiker und Philosoph
Eduard Kaeser nicht nur vor der postmodernen Ideologie des "Anything goes" und der Tendenz zum
zeitgeistigen Tribalisieren des Wissens, sondern auch vor "Diskursverweigerung": "Auf beiden Seiten wird der andere erst einmal zum
diskursunwürdigen Gegenüber erklärt, um ihn dann Verachtung spüren zu lassen: die Hochqualifizierten, die 'Elite' hier, die Unterqualifizierten, der 'Sack von Kläglichen' dort. Als probat Kommunikationsform fungieren Shitstorming, Bashing, Mobbing. Man diskutiert nicht mit dem Gegner, man '
entfreundet' ihn."