Albert Schaefer-Ast

"... und wundere mich, dass ich noch lebe"

Briefe und Burlesken
Cover: "... und wundere mich, dass ich noch lebe"
Eulenspiegel Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783359030164
Broschiert, 240 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Albert Schaefer-Ast war in ganz Deutschland für seine humorvollen Zeichnungen, Illustrationen und aquarellierten Naturstudien bekannt. Die Nazis belegten ihn mit Berufsverbot. Der Maler zog sich nach Prerow auf dem Darß zurück und durchlebte gefährliche und von Hungertod und Typhus bedrohte Zeiten. Seiner jüdischen Frau und ihrer Tochter Susanne gelang unabhängig voneinander die Flucht nach Großbritannien. Über Jahre schrieben sie sich, erst 1951 kam es zu einem Wiedersehen der drei in Berlin; kurz darauf starb Schaefer-Ast. Seine hier erstmals veröffentlichten Briefe an Frau und Tochter sind liebevolle private und berührende zeitgeschichtliche Zeugnisse eines Künstlers in schwierigsten Verhältnissen. Sie werden begleitet von Zeichnungen, deren schwungvoll-karger Strich die unverwechselbare Handschrift des Künstlers und seine den Widrigkeiten trotzende heitere Phantasie offenbaren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2022

Rezensent Bernd Eilert empfiehlt den von John Buck herausgegebenen Band mit Briefen und Burlesken des Zeichners Albert Schäfer-Ast aus den Jahren 1946-1951. Der Leser erhält laut Eilert Gelegenheit, einen Zeitgenossen und Kollegen von Hanna Höch, Walter Trier und George Grosz kennenzulernen, der nahezu vergessen ist. Die Zeitgenossenschaft Schäfer-Asts wird für Eilert in den Briefen an Zuckmayer ebenso deutlich wie in den im Band enthaltenen Limericks, Kalauern und Tierzeichnungen, in denen Weltschemerz und "leise Gesellschaftskritik" mitschwingt. Zu erahnen ist für Eilert ferner, inwieweit sich Schäfer-Ast von Trier, Grosz u. a. unterscheidet. Seine Grotesken bleiben für Eilert eben bloß "drollig".

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