enny Erpenbeck versammelt in diesem Band neben bisher nicht publizierten autobiografischen Texten verschiedenste Beiträge und Reden zu Literatur, Kunst, Musik und Politik. Was ihr am Werk anderer Anregung ist, wo sie anknüpft, wozu sie sich bekennt, erfahren wir in Texten zu Wagners "Götterdämmerung", zum Werk Thomas Manns, Heimito von Doderers oder der Brüder Grimm. In diesem parallel zu den Romanen entstandenen essayistischen Werk reflektiert sie auch ihr eigenes Schreiben und Leben und gibt so Einblick in ihre Gedankenwelt und die Hintergründe ihres künstlerischen Schaffens.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2018
Rezensentin Daniela Strigl empfiehlt Jenny Erpenbecks Aufsatzsammlung nur eingefleischten Erpenbeck-Fans. Andere sollten lieber einen Roman der Autorin lesen, meint Strigl, die manches im Band wenig inspirierend findet, einiges zu speziell (wie Erpenbecks Ausführungen zu Opern) oder auch überflüssig (die vielen Dankesreden für Literaturpreise). Heterogen muss so ein Band allerdings sein, gibt Strigl zu. Und Kluges über Heimito von Doderer oder verschwundenes DDR-Vokabular entdeckt die Rezensentin schließlich auch im Buch.
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