Bücherbrief

Tag für Tag sichtet der Perlentaucher die Buchkritiken der wichtigen Medien und fasst sie in seiner täglichen Bücher-Presseschau zusammen. Einmal im Monat verschicken wir einen Bücherbrief - hier präsentieren wir die Bücher, die in der Presse besonders gut besprochen wurden und die wir selbst am liebsten mochten. Der Bücherbrief bildet auch die Basis für unser Podcast "Bücherbrief live".
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Hier sagt sich die ganze Welt im Kopf Hallo

Bücherbrief 12.08.2024 Unser zweiter Sommerbücherbrief in diesem Jahr kommt nicht ohne Bücher aus, die sich der aktuellen Weltlage widmen: Marion Messina beschreibt angriffslustig, wenn auch etwas klischeehaft den Zerfall der bürgerlichen Mitte in Frankreich, Yevgenia Belorusets blickt mit absurdem Humor aus Tierperspektive auf den Krieg in der Ukraine, Manfred Berg analysiert die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft. Heiterer geht es bei Martina Hefter zu, die ihr Paar Juno und Jupiter "mit göttlichen Vorschusslorbeeren" in die Arena von Dating-Plattformen schickt, während Sanam Mahloudji in "Die Perserinnen" die Frauen einer iranischen Großfamilie im Exil bei der Selbstfindung und beim Shopping beobachtet.

Von Hexen bis Schlangen

Bücherbrief 08.04.2024 Wir haben die Literaturbeilagen zur Leipziger Buchmesse, und natürlich auch die Kritiken der vergangenen Wochen gesichtet, um die besten Bücher des Monats herauszupicken - und wir sind fündig geworden: Dank Ronya Othmann, die uns eindringlich an den Genozid an den Jesiden erinnert. Und dank Anne Weber, die uns zu zärtlich ironischen Streifzügen durch die Pariser Banlieues einlädt. Ein besonderes Vergnügen verspricht Fien Veldmann, die uns eine transhumane Romanze zwischen einer Büroangestellten und ihrem Drucker erzählt. Dass auch Habermas äußerst unterhaltsam sein kann, lernen wir von Philipp Felsch. Und der Historiker Andreas Petersen legt die ganze ehemalige Sowjetunion auf Freuds Couch.

Aus Sicht eines Hundes

Bücherbrief 05.02.2024 Simon Shuster schreibt über Wolodymyr Selenskyj und den Krieg in der Ukraine. David Grossman ruft im Nahostkonflikt: Frieden ist die einzige Option. Sebastian Voigt erzählt die Geschichte des Judenhasses von der Antike bis zur documenta 15. László Kraznahorkai schreibt und trommelt von Sonderlingen und Todesnymphen. Iris Wolff steuert sanfte Moll-Töne aus Rumänien bei. Dies alles und mehr finden Sie in unseren besten Büchern des Monats Februar.

Alle Facetten final gemeinten Saufens

Bücherbrief 08.01.2024 Zeruya Shalev pflanzt in ihrem Debütroman Teddybären, Djaili Amadou Amal erzählt die Geschichte eines 15-jährigen Dienstmädchens im postkolonialen Kamerun, Tom Kristensen lädt im Dänemark der dreißiger Jahre zum umfassenden Besäufnis, Jonathan B. Losos wird ehrenhalber zur Katze ernannt, und Friedrich Lenger erzählt eine pessimistische Globalgeschichte des Kapitalismus. Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats Januar.

Wunderkammer abenteuerlicher Gleichzeitigkeit

Bücherbrief 12.12.2023 Zadie Smith lässt uns hinterlistig und scharf auf eine Gesellschaft blicken, die im England des 19. Jahrhunderts auf einen Betrüger hereinfällt. Pirkko Saisio erzählt von der Selbstfindung einer homosexuellen Künstlerin im Finnland der Siebziger. Sergej Lebedew betreibt russische Vergangenheitsbewältigung und entdeckt einen grotesk großen Schnurrbart. Asne Seierstad trifft zwei Afghaninnen und einen Taliban-Kämpfer. Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats Dezember.
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